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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 7-8 (1853) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
7-8 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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m siebente ist das, daß die Seele herum wandxrt und auf der Welt Herumgetrieben wird, wo sie keine Ruhe findet irgendwo bis die Tage ihrer Strafe vorüber find." Ich will Sie nicht länger ermüden mit irgend einer Mittheilung, eine kurze ausgenommen, um Ihnen ihre Würdigung der Bibel zu zeigen. Sie betrifft die Mischna und Gemgra. „Der, welcher in der Schrift studirt und nicht in der Mischna, ist gleich einem, der keinen Gott har. Die Bibel ist gleich dem Wasser, die Mischna gleich dem Weine und die Gemara gleich gewürztem Weine. Das Gesetz ist gleich dem Salze, die Mischna gleich dem Pfeffer und die Gemara gleich dem Gewürze. Die, welche iy der Bibel studiren, thun etwas, das eine Tugend oder auch keine Tugend (also kaum eine Tugend) ist, die in der Mischna studiren, thun eine Tugend und werden dafür Lohn empfangen, die aber in der Gemara studiren, die thun eine Tugend wie keine andere ist (also die größte Tugend)," Das ist der Inhalt der verderblichen Meinungen, wie ste von den neuern (talmudistischen) Juden unterhalten werden. Nun gewiß, ja gewiß, wir haben aus diesem Grunde alle Veranlassung, den Beispielen zu folgen, aufdie ich bereits hingewiesen habe, und ihnen das Evangelium zu predigen. Und, Mylord, um den Juden das Evangelium darzulegen, dazu bietet sich uns ein besonders günstiger Umstand dar. Es lohnt der Mühe, die Quellen zu erwägen, aus denen die bildliche Sprache der Schrift fließt, denn das Evangelium wird fast durch die ganze Bibel in bildlicher Sprache gepredigt. Solcher Quellen giebt es drei, die äußere Natur, die Einrichtungen der menschlichen Gesellschaft und die Vorbilder des mosaischen Zeremonialgesetzes. In Bezug aufdie ersten beiden Quellen, befinden sich die Juden mit allen andern Menschen auf ein und derselben Stufe, indem wir, wenn wir ihnen das Evangelium predigen, die Erläuterung aus der Natur und aus den Einrichtungen der menschlichen Gesellschaft nehmen könüen. Aber in Bezug auf die dritte Quelle, welches eine der merkwürdigsten, ergreifendsten und lehrreichsten aller Quellen der bildlichen Sprache ist, befinden sich die Juden, welche dem alten Testamente noch verpflichtet sind, in einer ganz andern Lage, als das übrige Menschengeschlecht. Wenn wir versuchen , den Heiden Erläuterungen (Austrations) über das Mosaische Gesetz zu geben 8*

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