Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 7-8 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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109 alle Heiden , als ein- Walleit aller Heiden zum Berge Zion, als ein Bürgerrechtbekommen aller heidnischen Völker in Jerusalem , 4—87. Merkwürdhy ist, wie z. B. bei Sacharja die Fülle der Idee die Schranke der alttestamentlichen Anschauung zu durchbrechen sucht. Er redet c. 2 davon, wie viele Völker der Heiden sich an Jerusalem anschließen, in dessen Mauern er wohnt. Es ist klar, ein solches Gottesreich kann nicht mehr innerhalb der Mauern des alten Jerusalem sich concentrirow; wie stellt sich dieß der prophetischen Anschauung dar?! V. 9'als' offenes,, freies Land; ihre Mauer? Jehovah ist sie. In dem zuletzt- Gesagten liegt der symbolische Charakter der Weissagungen, den man aber nicht in der Weise auffaffen muß , als ob die Propheten selbst mit Bewußtsein die Idee der Weissagung in die symbolische Anschauunggehüllt und sich des symbolischen Charakters ihrer Anschauung! bewußt gewesen, wären. Nicht der eigne Geist der Propheten ist es, der die alttestamentliche Hülle abstreist, sondernder Geist der Offenbarung ist es, der ihm, was er im alten Bunde noch in unadäquater Form giebt, die Hülle abstreist und es im neuen Bunde zu seiner herrlichen Erfüllung bringt. Darum heißt es mit vollem Rechte-1. Petr. 1, 10 u. 11, daß die Propheten selbst Untersuchungen angestellt und geforscht haben, auf welche Zeit der Geist Christi hindeute, der in ihnen war. Auch hier ist die Art und Weife der Erfüllung als etwas für das prophetische Bewußtsein nicht Offenbares, sondern als Gegenstand des' eignen Nachdenkens der Propheten bezeichnet. Spülfctnf her Ju-err urrtev ifftm Be -rüFttttge» mr -ie Miffiorrare. Die nachfolgende traurige Schilderung der Leiden, Welche die Juden in der Türkei von ihren Mitbewohnern zu erdulden haben, beweist zugleich, daß man anfängl die Liebesthätigkeit der Missionsgesellschast zu würdigen, und daß die Juden zur Zeit der Gefahr und Roth die Missionare als ihre besten Freunde ansehen dürfen. Herr Missionar Goldberg in Constantinopel schreibtunterm 4. März: