Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 7-8 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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14)4 Ich kann nicht umhin Bezug zu nehmen auf die Leiden der armen Juden zu Saloniki, welche sie von ihren sogenannten christlichen Nachbam zu erdulden haben. Die Griechen haben, sich in diesen Gegenden stets feindselig gegen die Kinder Abrahams gezeigt; es ist keinesweges selten zu hören, daß ein Jude angefallen und ermordet worden ist. Vor Kurzem jedoch ereignete sich ein Fall, welcher von sehr traurigen Folgen begleitet war. Vor ungefähr sechs oder acht Wochen geriethen vier Griechen in das Judenviertel und durchstachen einem jungen. Manne, dem sie begegneten, das Herz. Die Freunde des Ermordeten versammelten sich, übten Volksjustiz und tödteten einen von den Griechen. Natürlich trat der Pascha bald dazwischen, aber in einer Weise, welche deutlich genug zeigte, daß er von den Griechen bestochen sei. Eine große Anzahl Juden wurden eingekerkert, und als Viele von ihnen ihre Unschuld bewiesen hatten und freigelaffen worden, waren, wurden die Zurückgehaltenen so schlecht behandelt, daß drei von ihnen starben. In ihrer Noch gedachten die Juden an die Missionare und baten uns um Hülfe. Der Schwiegersohn des—, eines der Häupter der jüdischen Gemeinde, richtete einen langen Brief an Herrn Lord und mich. Nachdem er darin die Einzelheiten der oben erwähnten Thatsachen, so wie einige andere erzählt hat, fährt er fort: — „Und nun fällt Euch, die Ihr die Gerechtigkeit liebt, die gute That zu; umgürtet Euch und kommt uns zu Hülfe. Es sei Euch kund, Brüder, daß nur wenig fehlt, und Jeschurun wird ein Raub, und Jakob wird unter die Füße getreten. Sollen Ihre Brüder kämpfen, und Sie wollten schweigen?" „Von dem Tage an, daß Sie in das Lager der Hebräer gekommen sind, haben Sie uns viel Gutes gethan, so viel, daß es nicht gezählt werden kann; so zeigen Sie uns denn am Ende noch mehr Güte, als am Anfänge. Sie Thäter der Gerechtigkeit, wir bitten Sie, scheuen Sie nicht die Zeit und Mühe, die zur Ausführung' dieser Sache nothwendigerweise erforderlich ist. Geben Sie Gott die Ehre, und er wird Ihnen langes Leben verleihen. " Ich habe wohl kaum nöthig hinzuzusügen, daß wir für sie