Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 7-8 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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fMgkeik besonderer DalWllvNMN, bie> wie alles- Besoud«esich unter einander aufzuheben scheinen, in Wahrheit aber sich ergänzen und in der ErWung zu harmonischer Einheit: sich zufammenschließen. So wird der Messias einmat gezeichnck als-demüthiger Friedefürst, ein andermal als ein gewaltige« Krie^sheld; hi«, erscheint das Heil des Volkes durch-einen beglückenden,Herrscher, dort durcheinMleid.enden Knecht Gottes dargestellt.; alle sind zur höhem Einheit verbunden im- Bilde Christi. Die Propheten aber vollziehen die-Gnigung, dieser-verschiedenen Züge nicht, sie bleiben beim Besondern stehen. Am merkwürdigsten zeigt sich die Weissagung darin, daß sie die Vollendung des Reiches bald von Jehovahs eigner Dhätigkeit,. bald vonder Sendung desdavidischen Sprößlings abhängig macht. Das-alte Testament ringt augenscheinlich nach der Vereinigung beider Seiten, aber das neue hat sie erst vereinigt. Merkwürdig ist, wie. die Prophetie solche verschiedene Züge,, statt sie in einehöhere Einheit aufgehen.' zu lassen, in äußerlicher Vermittlung, neben einander stellt. — Die- Idee des Reiches Gottes als- Reich-des Friedens wie als ein triumphirendes wird z. B. Mich- 5, 3—10so dargestellt: Der Messias ist groß bis an die Enden der Erde; er weidet sein Volk und es ist Friede-. Wenn aber nun doch Assur kommen und ins Land fallen sollteso wird durch eine Schaar von Heerführern der Krieg in sein eignes Land verlegt re. — 4. Bereits im Bisherigen ist angedeutet, daß der Inhalt der Weissagung, weil er sich den Propheten in der Form der Anschauung vermittelt, in die natürliche Anschauungssphäre des,Propheten eingeht. Die Form der Weissagung bestimmt sich nun durch die Zeitverhältnissc. Rach dem Eril greifen, die Propheten mehr ins Unbestimmte, indem sie die F ojjm im letzten Kampfe sich gegen die heilige Stadt erheben lassen. Damit hängt zusammen, daß,, was der Prophetweissagt, obwohl es über die Sphäre der alttestamentlichen Offenbarunghinausgreift,, doch immer wieder in die Schranken der alttestamentlichen Anschauungsform zurücksinkt. In den Zeiten des allen Bundes gab es keinen andern Anschluß an das Reich Gottes, als das Wallen zum Berge Zion und seinem Heiligthume. So schaut-denn die Prophetie die Ausbreitung des göttlichen Reiches über