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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 5-6 (1853) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
5-6 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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SS sagen, daß wenn er wirklich in der rabbinischen Literatur bewandert sei, diese Erklärung ihm genügen würde, da einer der unstreitig erleuchtetsten Rabbinen dieser Stelle dieselbe Meinung beilegt. Im Laufe des Gesprächs bemerkte Madame Elton, daß die Juden vom Anfänge an sehr undankbar gewesen stnd, und fich bald darauf, nachdem ihnen der Allmächtige sein heiliges Gesetz geboten hatte, das goldne Kalb gemacht haben. Er bestand darauf, daß dies nur das Pöbelvolk (avany) gethan hätte. Ich bewies ihm aus dem Zusammenhänge der Fürbitte Moses bei Gott, daß es das Volk Israel war und nicht das Pöbelvolk oder die Egyptier, wie er sagte, das gesündigt hatte, und dann zeigte ich ihm aus dem „Wahren Israeliten" die falschen Lehren des Talmuds und ermahnte ihn, seine Augen nicht gegen die Ueberzeugung zu verschließen. Als er weg ging, bemerkte er geschwätziger Weise: „Ihr Edomiter sagt, daß der Messias gekommen ist und noch einmal kommen wird. Wir sagen nein; daher wenn er kommen wird, werden wir erfahren, wer recht hat." Ich konnte ihn nicht gehen lassen, ohne ihm zu sagen, daß solche leichte Art zu argumentiren die höchste Thorheit ist, und wehe denen, die nicht in Christo erfunden werden. Ihm sei das Evangelium gepredigt worden, und wenn er es nicht annehme, so wäre es weit besser fiir ihn, es nie gehört zn haben. Salee, den 22. Nov. Herr Elton, sein Sohn und ich fuhren in einem Boote nach Salee hinüber. Wir besuchten den Gouverneur und einen reichen maurischen Kaufmann. Der erstere, ein fein aussehender Mann, bewillkommnete uns freundlich und sprach viel zum Ruhme der englischen Nation und ihres Stellvertreters, Herrn E—. Der Card, welcher zwei Söhne des Kaisers in seinem Hause hatte, war genöthigt; uns in dem Gerichtssaale zu empfangen, und entschuldigte sich in tausendfacher Weise, daß er uns nicht die Aufmerksamkeit zeigen könnte, wie er wünschte. Der Sohn des maurischen Kaufmanns, Hadsche Caffon, kam, um uns. zu der Wohnung seines Vaters zu geleiten, wo uns bald Thee und süße Kuchen gereicht wurden, und der Wirth besprengte uns mit Rosenwasser. Vier Soldaten mußten uns bis ans Wasser begleiten, obschon Herr E—. den Gouverneur gebeten hatte, sie nicht mitzuschicken, Gis

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