Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 5-6 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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90 Casa-Blanca verließ, verkaufte ich noch einige Bücher, und einige verschenkteich an sehr arme Juden. Unser Viceconsul hier, Herr Elton war gütig genug, mir in seinem Hauseeine Wohnung anzubieten. Heute ftüh den 17. fühlte ich mich so unwohl, daß ich genöthigt wurde, einige Medizin zu nehmen. Die Regenzeit ist eingetreten und kann eine Woche und noch länger dauern. Daher befolgte ich den Rath des Herrn Elton, und verabschiedete meine Leute, wodurch ich täglich eine bedeutende Ausgabe erspare. Den 18. Nov. — Der Konsul brachte mich zu dem Statthalter und führte mich bei mehreren jüdischen Kaufleuten ein, mit welchen ich mich über verschiedene Weissagungen von der Ankunft des Messias unterhielt. Einige Juden kamen, um Bücher zu kaufen, aber ich hatte keine Lust, sie zu dem sehr niedrigen Preise zu verkaufen, den sie mir boten in Folge dessen, daß vor'Kurzem eine große Anzahl zu einem Spottpreise von einem Juden daselbst verkauft worden war. Wenn ein Missionar die Bibel verschenkt oder zu einem niedrigen Preise verkauft, so wird zur selben Zeit den Empfängern Christus und sein Evangelium gepredigt, und die Absicht der beitragenden Mitglieder der Gesellschaft wird dadurch erreicht. Ich verkaufe nie eine Bibel an Juden ohne ihnen zu sagen, daß Jesus von Nazareth der Messias und Anfang und Ende dieses heil. Buches ist. Den 19. Nov. — Da ich von Herrn Elton Herrn B—., einem Juden, vorgestellt wurde, so nahm ich Gelegenheit, zu diesem von dem erniedrigten Zustande der Juden in diesem Lande zu sprechen, und führte dabei die Stelle aus Hosea an, daß sie lange Zeit in der Gefangenschaft bleiben sollen, bis sie den Herrn, ihren Gott, und ihren König David suchen. Er antwortete: „Ihre Bemerkung ist wahr, und sie wird in unfern Büchern gefunden, aber ich bin nicht gelehrt genug, um ihnen darauf erwidern zu können, und es wird auch kein anderer Jude hier gefunden werden, der es könnte. Er begleitete uns nach Hanse, um sich meine Bücher anzusehen, wo- ■ bei ich gute Gelegenheit hatte, ihm mehrere Stellen im Alten Testamente zu erklären, welche deutlich von unserm Erlöser reden, Er