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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 5-6 (1853) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
5-6 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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89 Gegen 5 Uhr des Morgens saßen wir wieder in unfern Satteln, ganz erfrischt von dem Schlafe während einiger Stunden, und gelangten nach einer ermüdenden Reise diesen Abend hier an. Während des Tages passirten wir einen Ort, wo vor vierzehn Tagen ein englisches Schiss unterging; — der Kapitain und drei seiner Leute ertranken. Bar-el-Baida oder Casa-Blanca. Dieser Ort heißt auch eigentlich Bled-el-Redaba (Land der Lügner), denn es kann kaum eine ehrliche und zuverläßige Person unter seinen 15,000 Einwohnern gefunden werden. Sie sind die schlechtesten Leute an dieser Küste, und die Stadt verdiente weit eher den Namen „Weißes (übertünchtes) Grab", als „Weißes Haus", da sie nur von der Außenseite weiß, aber von innen voll Betrugs und Mordes sind. Den 13. November. Der Consular-Agent, Herr Halm Hassan, führte mich bei seinen Freunden ein, denen ich einige Tractate gab. Ich hatte Gelegenheit ihnen zu sagen, daß Jesus der alleinige Heiland ist, und daß es keinen andern Namen unter dem Himmel giebt, darinnen wir selig werden können. Den 14. Nov. — Es kamen mehrere Juden nach Traktaten und blieben da, sie zu lesen. Sie machten nur einige unbedeutende Einwürse und schienen mit den Antworten, die ich ihnen gab, zufrieden zu sein. Die Juden hier, 400 an Zahl, sind ganz unwissend und haben wahrscheinlich noch niemals etwas von der christlichen Religion gehört. Sie waren ganz erstaunt, als ich ihnen sagte, daß wir durch Jesum Christum zu dem Gotte Abrahams, Isaaks und Jakobs beten, und man hörte mir mit großer Begierde zu, als ich ihnen sagte, daß wir vorwärts blicken auf die Zeit, wenn der Herr sich über Zion erbarmen, und Israel sicher wohnen wird. Morgen reise ich, so Gott will, nach Rabat und Salee ab, wohin ich in zwei Tagen zu gelangen hoffe. Rabat, den 16. Nov. — Da wir über eine gefährliche Ebene reisen mußten, vollständig mit einem Walde von Gebüschen bedeckt . und von Banditen unsicher gemacht, so war ich mehr als dankbar gegen den allmächtigen Gott für die Zeichen seiner Liebe gegen mich, daß er mich sicher an diesen Ort gebracht hat. Ehe ich gestern stüh

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