Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 5-6 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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83 bin überzeugt von der Geradheit Ihres Volkes," erwiederte er; „machen Sie sich es ganz bequem unter meinem Dache; ich machte den Fehler, nicht Sie." Darauf öffnete ich eine meiner Kisten, gab den zitternden Juden zwei Neue Testamente, drei Haphtaren und einige Traktate, unterhielt mich mit ihnen kurze Zeit und-las ihnen die messianischen Weissagungen vor, zum Beweise, daß Jesus der Christ, der Jehovah, die Gerechtigkeit für die Welt ist. Der Ccüd und seine Begleiter hörten die ganze Zeit sehr begierig auf das, was ich den Juden sagte, und er war sehr erfreut, als ich ihn bat, eine arabische Bibel von mir anzunehmen, deren Band er sehr bewunderte. Ich bin meinem himmlischen Vater sehr dankbar, daß ich in dieser Weise gewürdigt wurde, Christum an diesem Orte zu bekennen sowohl vor Juden als auch vor Mohametanern. Am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise weiter fort sobald der Mond aufgegangen war, daß wir die verschlungenen Wege hinlänglich unterscheiden konnten, und erreichten mit Sonnenaufgang Sidi-bo-Medin. Von unseren Maulthieren war eins lahm geworden, und der Ca'id dieses Ortes gab mir ein Kamee! an seiner Statt zum Gepäck nach Masagan. Er litt an einem Auge und bat mich um ein Heilmittel. Ich schenkte ihm ein weißes Taschentuch und wusch seine Augen mit etwas Thee, worauf er meinte, daß er bereits weniger Schmerzen fühle. Ich empfahl ihm, das Mittel vierzehn Tage täglich dreimal anzuwenden. Von meinem Soldaten wurden zwei Juden zu mir gebracht, die er beschäftigt. Ich sprach mit ihnen, gab ihnen einige Traktate, ein Neues Testament und ein Eremplar der Haphtaren; dann reisten wir weiter bis es ganz finster ward. Die langsame Bewegung des Kameeles verhinderte es, Masagan eher, als heute, Sonntag zu Mittage, zu erreichen. Daher legten wir uns auf dem Gebirge nieder, um bis drei Uhr zu ruhen. Die Nacht war schauerlich kalt, und obschon wir vor unserem Zelte ein schönes großes Feuer hatten, so wußte ich doch nicht, wie ich mich warm erhalten sollte. Als ich hierankam, räumte mir Herr Red mann, unser Consular-Agent, fteundlich ein Zimmer in seinem Hauseein. Als ich züm Stadtthore eintrat, begegnete mir Abraham Lerado aus Oran 6*