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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 5-6 (1853) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
5-6 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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81 Koth in den Straßen geht bis an die Kniee, und überall sieht man todte Thiere liegen. Es sind noch einige Ueberbleibsel da von römischen Monumenten und Citadellen, aber in einem verfallenen Zustande, und einige portugiesische Befestigungen, die noch ziemlich gut erhalten sind. Der Ort ist mit einer massiven, von den Portugiesen erbauten Mauer umgeben, welche die alles verwüstenden Mauren während eines Jahrhunderts nicht zerstören konnten. Dieser Ort muß unter der Herrschaft Portugals bedeutend größer gewesen sein, als er jetzt ist, wenn man nach den verfallenen Gebäuden und den' Fundamenten von Häusern, die in den Vorstädten noch sichtbar sind, urtheilen darf. Er hat nur 4000 Einwohner, von denen ein Drittel Juden sind, und nur zwei Christen. Mit sehr geringer Ausnahme sind die Juden hier wie in Mogador sehr arm, und das tyrannische Verfahren des Kaisers wird bald ihren gänzlichen Ruin herbeiführen. Er hat sich den Alleinhandel mit Thee, Kaffee, Zucker und Tabak angeeignet und verkauft diese Artikel fünf Mal theurer, als sie ursprünglich kosten. Kein lebendiges Stück Vieh und kein Korn darf ausgeführt werden. Oel, Gummi und Mandeln bezahlen hohe Steuer, und erst vor Kurzem hat er die Ausfuhr von Wolle verboten, und Felle jeder Art nimmt er als sein Eigenthum in Anspruch. Daher kein Wunder, daß ein Volk, das so unterdrückt wird, sich nach einer fremden Macht sehnt, die es von dem Despoten befreit. Möchte der Herr bald die Zeit kommen lassen, in welcher sein Licht diese finstern Gegenden erleuchtet. Ich hoffe Morgen ftüh von hier nach Masagan abzureisen, wenn es das Wetter erlaubt, und hoffe mit des Herrn Hülfe dort am Sonntage anzukommen. Masagan ist etwas über 100 englische (ungefähr SS deutsche) Meilen von hier entfernt. Dara-brn-Dris, den 5. November. — Mit Tagesanbruch verließ ich Saffee. Der Cousular-Agent, sein Sohn und der Schwager des Herrn I..., eines Britischen Unterthanen von Malta, begleiteten mich drei Stunden Weges. Der Eald sandte einen zuverläßigen Soldaten, Sidi Tahar, Sohn des Zollamts-Inspektors mit, um mich sicher nach Asemor zu bringen, nebst einem Briefe an den dortigen Gouverneur. Nach einer angestrengten Reise von 6

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