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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 3-4 (1853) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
3-4 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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60 gestraft wurden, weil sie den Rabbi zur Opposition gegen unsere Schule aufhetzten und anstachelten, sondern erzähle nur die Tatsachen. Alle diese Ereignisse haben den stolzen. Geist des Rabbi niedergedrückt, und er hat deswegen nach Gelegenheit gesucht, Frieden mit mir zu machen. Vor ungefähr zwei Monaten wurde ein Streit zweier europäischen Juden vor ihn gebracht; ihre Contracte waren in der italienischen Sprache geschrieben, welche der Rabbi nicht versteht, und sie mußten daher ins hebräische übersetzt werden. Da sie aber Niemanden kannten, der dies hätte thun können, so rieth ihnen der Rabbi, sich an mich zu wenden. Als ihm meine Uebersetzung gebracht wurde, begann er sie und mich selbst in einer übertriebenen und schmeichelhaften Weise zu loben, wissend / daß jedes Wort, das er sprach, mir wieder erzählt werden würde. Bald darauf wurde ein anderer Streit einiger polnischen Juden vor ihn gebracht; ihre Contracte waren zwar im Hebräischen, aber mit polnisch jüdischen Buchstaben geschrieben, weshalb er sie auch nicht lesen konnte. Jetzt glaubte er, daß sich ihm eine gute Gelegenheit dargeboten habe, mich zu besuchen, und er wollte dies auch thun, wurde aber von seinem fanatischen Sohne daran verhindert, welcher ihm sagte, daß er damit den Juden den größten Anstoß geben würde, und erbot sich, an seiner Statt zu mir zu gehen. Am 30. v. M. kam ein Jude zu mir, welcher mir sagte, daß der Rabbi den Wunsch geäußert hätte, mich zu sehen, aber daß er fürchtete, sein Widerstand gegen unsere Schule möchte mich so gegen ihn eingenommen haben, daß ich seinen Besuch nicht annehmen würde. Ich ließ ihm sagen, daß ich ein Christ sei und ihm daher Alles von Herzen vergäbe, was er mir zu Leides gethan hätte, wie ich hoffe, daß mir Gott Alles vergeben werde, was ich gegen seinen heiligen Willen und seine Gebote gethan habe, und daß, da ich viel jünger sei als er, ich ihn besuchen würde. Dies that ich am 34. November; ich fand den Rabbi mit untergeschlagenen Beinen auf einem Sopha sitzend mit dem Sohnedes verstorbenen Rabbi, der in der hebräischen Literatur wohl bewandert ist, und auch derNachfolger seines Vaters geworden sein würde, wenn er nicht einen verunstalteten Körper hätte. Mfangs erkannte mich der Rabbi nicht und erwiederte daher meine Begrüßungen nur kalt,

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