Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 3-4 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2554541-2554644-2554648--01827-2557679- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
getauft ist) er steht an der Spitze eines' großen Geschäftshauses. Er ist immer gegen unsere Familie sehr gütig gewesen, indem er uns Geld zur Unterstützung sandte. In seinen Briefen drang er stets in alle seine Verwandten, nach der Wahrheit des Christenthums zu forschen und besonders die Kinder in christliche Schulen zu schicken. Ich bin nun nach England gekommen, um diesen guten Onkel kennen zu lernen, und er ist sehr gütig gegen mich gewesen, indem er mich in den Stand gesetzt hat, nach Hause zurück zu kehren und dort ein ansehnliches Geschäft zu beginnen." Er nannte mir dann dessen Firma; sie ist alt und bezeichnet ein Geschäft, -dasvon zwei Herrn geleitet wird, beides gläubige Israeliten, obschon nicht als solche bekannt. Was mir in dieser Erzählung besonders auffiel, ist das; Wenn ein Israelit zur vollen Erkenntniß seines Heilandes gelangt, so wird ihm etwas von dem Gefühle mitgetheilt, welches den Apostel Paulus bewog ausWmfett: „Liebe Brüder, meines Herzens Wunsch -ist, und ich flehe auch zu Gott für Israel, daß sie selig werden." Hier sehen wir einen gläubigen Israeliten ängstlich besorgt, nicht nur für das zeitliche, sondern vorzüglich für das geistliche Wohl seiner Freunde und Verwandten, seine Gefreundte nach dem Fleisch. Wir danken Gott für solche Erfahrungen, denn diese Thatsache steht nicht vereinzelt da. Erst diesen Morgen (den ll. Nov.) erhielt ich einen Brief von einem gläubigen Israeliten, von welchem ich bisher nie etwas gehört hatte. In diesem Briefe schreibt er unter Andern: „ Ich bin weder Msfionar noch Prediger, dessen ungeachtet verwende ich meine Mußestunden dazu, unter die Armen zu gehen und ihnen Gutes zu thun. Da ich selbst ein Jude bin, so fühle ich mich vorzüglich zü den tief gesunkenen Söhnen Abrahams hingezogen, und helfe ihnen, so viel in meiner Kraft liegt, und besonders dadurch, dass ich sie auf den hochgelobten Heiland Hinweise, von welchem jedes Blatt der Bibel voll ist, sobald wir nur auf sie Hinsehen." 1 Nor-afrika. Wir haben schon öfter Gelegenheit genommen, in diesen Blättern Mittheilungen über die Juden in Nordafrika zu machen, so wie