Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 3-4 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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44 lem erwecken müß und auch von allen, welche JerusalM Glückwünschen (Ps. ISS, S) mit Interesse gelesen werden wird, ist folgende: : DenS5. December. Indem ich diesen Morgen zu dem englischen Gotteshause hinaufging, drängte sich mir das Gefühl auf, daß es eine Gnade sei, daß es mir vergönnt werde, mich mit der kleinen Heerde von Gottesverehrern zu vereinigen, um das steudenvolle Ereigniß, das einst an diesem Tage stattfand, zu feiern. Der Gottesdienst wurde durch den Umstand noch interessanter, daß zwei kleine Kinder, buchstäblich , in/Windeln gewickelt, zum Taufstein gebracht wurden, um die christliche Taufe zu empfangen. Die Mütter, eingeborene Christinnen, welche sich der protestantischen Gemeinde angefchloffen haben, waren zugegen. Die eine ist von Nazareth, die andere von Jerusalem. Sie trugen beide, was man einen Schleier nennt, was aber in der That einem langen weißen Betttuche gleicht, in das die ganze Person gehüllt ist; Alles, was man sieht, find zwei dunkle ausdrucksvolle Augen. Die Taufhandlung wurde vom Herrn Prediger Klein vollzogen, welcher in Na z a re t h stationirt ist und daselbst mit großem Segen unter den eingeborenen . Christen wirkt, von denen mehrere mit ihm hinauf gen Jerusalem gekommen waren, um daselbst Gott am heiligen Weihnachtsfeste anzubeten. Wir hörten von dem Bischöfe ein untersuchende, gläubige, einfache und auf Erfahrung gegründete Predigt, und dann wurde das heilige Abendmahl verwaltet. Als die Europäer das heilige Abendmahl empfangen hatten, und ich glaubte, der Gottesdienst sei beendet, traten eine Anzahl Personen vor, in alle Arten von Trachten gekleidet, welche, nach ihnen allein zu urtheilen, Türken, Mahomedaner, Beduinen, Juden und eingeborene Christen bezeichneten. Es war ein wunderbarer Anblick und höchst ergreifend, Augenzeuge dieser äußerlich buntscheckigen Gruppe zu sein, unter der sich zwei oder drei Frauen in langen weißen Kleidern befanden, die sich als gläubig an den einen und alleinigen Erlöser der Welt darstellten, dessen Blut und Gerechtigkeit allein selig machen kann. Man konnte, nur beten daß, obschon die verschiedenen und mannigfaltigen Gestalten, Gesichtszüge und Anzüge uns zeigten, daß wir von verschiedenen Völkern, Gewohnheiten und Sitten seien, uns doch, alle ein Geist beseelen und