Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 3-4 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554644-2554648--01824-2557676- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
m- . in eines-Zedem Hetzen leben möchte, der uns alle würdig mache im Glauben- und in Demuth die Embleme der Liebe eines sterbenden Heilandes zu empfangen. Ich glaube, man' fühlt hier, wie man besöndcks einer Erweiterung des Herzens und eines vorurtheilsfreien Gemüthes bedarf, um im Stande zu sein, über die äußere Erscheinung yinweg-zu sehen und zu glauben, daß das Herz aufrichtig vor Gott ist: ■ .. , Sie alle trugen Mützen oder Turbane , die nie vom Kopfe kommen; der einzige der neuen Communicanten, welcher seinen Turban abnahm, als er an des Herren Tische niederkniete, war das Haupt derer, welche von Nazareth gekommen waren. Sein ganzer Kopf war geschoren, und von dem Haare nur zwei oder drei Locken dazu gelassen, damit der Engel, wie sie in ihrer Unwissenheit meinten, ihn dabei fassen und in den Himmel ziehen könne. Der Ausdruck des Gesichts bei verschiedenen von den neuen Kandidaten fiel mir als sehr verschieden auf von dem ihrer Brüder, welche im Allgemeinen entweder große Mildheit zeigen, oder einen kraftlosen nichtssagenden Blick haben. Das heilige Abendmahl wurde von dem Bischof bei dieser Gelegenheit in fünf verschiedenen Sprachen verwaltet, je nachdem es nöthig war für die, welche daran Theil nahmen, nämlich in der englischen, hebräischen, arabischen, deutschen und italienischen Sprache. Gestern, als am heiligen Abende, wurde den Schulkindern eine kleine Festfteude gemacht. Alle Mssionsfteunde und die Ellern mehrerer Kinder/für welche das Ganze eine Neue und eigenthümliche Erscheinung gewesen sein muß , waren zugegen. Mitten auf dem Tische stand ein Christbaum mit Lichtem, Bonbons rc. ausgeschmückt; dieKinder standen um den Tisch herum, und vor einem jeden ein Teller mit Mandeln, Nüssen, Feigen, Kuchen und einer Orange. Da die meisten von ihnen englisch verstehen, so sangen sie ein Lied in dieser Sprache. Der Bischof, welcher an dem oberen Ende des Tisches stand, hielt eine herrliche einfache Ansprache an sie, und viele von ihnen, im Alter von 4 bis 14 Jahren, schienen aufmerksam zuzuhören. Keins von ihnen sähe einem englischen Kinde ähnlich aus, indem sie säst alle große dunkle Augen und blaffe Gesichtsfarbe hatten.