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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 3-4 (1853) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
3-4 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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M wahre innere Gehaltund Halt,daherleidersehr Melevonihnennach überstandener Lehrzeit zum Handel übergehefl. Wenden wir -uns von der Jugend,zu den Erwachsenen, so begegnen wir ebenfalls keinen exfteulichen Zuständen. Die Synagogen sind zwar meistens ary Sahbach md Feiertagen sehr besucht; allein wenig Andacht ist darin zu bemerken. Rur selten wird gepredigt; die Rabbinen üben überhaupt, sonderlich in größeren Städten, wenig Einfluß aus auf ihre Glaubensgenossen. Um einzelne entschieden bigotte Talmudistey schaarxn sich Häuflein, um solche Rabbiner, die ein juste millieu sich erwählt haben, weder ganz alt, noch ganz neu sind und dabei auch nicht durch eigentliche Bildung und Kenntnisse hervorragen, schaart sich Niemand; diese bilden aber immer mehr die Majorität. Die Landrabbinen aber sind sehr gering besoldet; Viele von ihnen treiben nebenbei noch Geldhandel und sind mehr oderwenigervonihrenGe» meinden sehr abhängig. —; Wenn wir ein solches unerfreuliches Bild der Wahrheit gemäß entwerfen müssen, so versteht es sich wohl, daß es nicht an löblichen Ausnahmen gebricht, an edlen Persönlichkeiten, an ernsten Gemüthern, sowie auch nicht an Einzelnen, die Licht und Heil suchen und in Christo gesunden haben. Etliche derselben sind in den letzten Jahren fteudig und friedlich,,im Glauben an den Messias, auf den sie sich hatten taufen lassen, und den sie ungescheut bekannten, entschlafen und sind in's wahre Land der Freiheit und der vollkommenen Ruhe eingegangen.? : v An einzelnen kleineren und größeren Orten wurden schöne Synagogen erbaut, eine prachtvolle kann mit Recht die in Mühlhausen genannt werden. Möchte nur mehr Andacht und Ordnung in derselben herrschen. Ein einfacher deutscher Israelit, der einen Sabbath in Mühlhausen zubrachte und es nicht versäumte, seine Gebete mit der Gemeine zu verrichten, aber sehr betrübt den herrlichen Tempel verließ, sagte neulich zu uns: „Bei uns in Dentschland ist mehr Anstand und Ordnung im einfachsten Bethaus, als hier in diesem schönen Gebäude." Das ist die große Gefahr, daß Viele in Israel sich und Andere täuschen mit solch äußerlichem Glanz schöner Tempel und dergleichen, und ihr Auge gegen das Wahre und Blei-

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