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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 3-4 (1853) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
3-4 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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41 -ende, gegen.Den verschließen, der die Herrlichkeit Gottes Ms offenbart, gegen Den, von welchem Moses, sagt: „Wenn Dein Angesicht nicht, mit, uns geht, so führe uns nicht von dannen." (II. Mos. 33.) Paris ist durch die Eisenbahn dem Elsaß nahegerückt, und wir begeben uns in Dampfeseile dorthin. Die Hauptstadt Frankreichs umschließt wohl 20000 Israeliten. Die Anzahl läßt sich nicht genau angeben; denn der Zufluß von Juden aus allen Ländern ist bedeutend, aber Viele von diesen geben sich nicht als Juden zu erkennen, stehen mit der jüdischen Gemeinde in gar keiner Verbindung. Eine bedeutende Anzahl Anderer besuchen nur zweimal des Jahres die Synagoge, am Neujahre und am großen Versöhnungstage. An diesen Festtagen find die beiden Synagogen; die kleine Portugiesische und die große der Aschkenasim überfüllt, sowie auch die daneben bestehenden 20 Bethäuser. AndenSabbathen aber findet man hinreichenden Platz in den beiden Synagogen; denn die allermeisten jüdischen Geschäftsleute haben am Sabbath ihre Läden und Magazine offen-und treiben wie an jedem anderen Tage ihre Geschäfte. - Im Jahre 1851 hat die Gemeinde des portugiesischen Ritus ihre Synagoge neu erbaut. Sie ist klein, aber niedlich; sehr groß und geschmackvoll wurde 1852 die andere Synagoge in der Straße Notre Dame de Nazareth neu erbaut und mit Gasbeleuchtung versehen. Doch der Neubau war nicht im Stande einen neuen wahrhaft religiösen Geist in dieselbe zu. bringen; denn es hat uns sehr schmerzlich berührt, an den beiden hohen Festtagen so wenig Andacht in derselben zu gewahren. Die Gebete werden noch immer auf die alte schnelle Weise und in ihrer großen Mannigfaltigkeit gesprochen 'und gesungen, Vielen völlig unverständlich, und so wird der Gottesdienst als ein Opus operatum abgemacht. In Paris findet man alle Schattirungen des heutigen Judenthums. Es giebt daselbst eine Anzahl strenger.Talmudisten, die auch rabbinische Gelehrsamkeit so viel als möglich pflegen, sodann eine Anzahl tüchtig gebildeter Männer, darunter Solche, die mehr oder weniger auf rationalistischem oder philosophischem Boden stehen, und wiederum Andere, die scheinbar orthodox find, aber auch nur scheinbar..— Beide Richtungen werden

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