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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 2 (1853) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
2 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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29 David zu Gott beten und schreien möchten: Ach, daß die Hülfe aus Zion über Israel käme, und Gott sein gefangen Volk erlösete. So würde sich Jakob freuen, und Israel fröhlich sein. Das würde nichts anderes sein, als ein Leben von den Todten für die Welt. — MMonsttachirichtett. Jerusalem. Herr Prediger Reichardt, welcher Herrn Prediger Ricolayson während dessen Abwesenheit in Jerusalem vertritt, schreibt unterm 88. Oktober vorigen Jahres: „In früheren Briefen habe ich des Falles erwähnt, daß Daüd Rach man, der erste Proselyt aus den zu Jerusalem gebornen Juden, von seiner Frau verlassen wurde, die auch ihre beiden Töchter mit sich nahm. Die ältere kehrte zu ihrem Vater wieder zurück, und dieser trug nun große Sorge, daß auch seine Frau zu ihm zurückkehren und mit ihm zusammen leben möchte; er versprach ihr, daß er sich gegen ihren Willen nicht in ihre Religion mischen und auch mit dem Essen, wie es von ihr bereitet werden würde, zufrieden sein werde. Bisweilen schien sie bereit zu sein, diese Bedingungen einzugehen, allein die Furcht vor den Juden hielt sie immer wieder davon zurück. Als der Fall mit der Tochter zur Entscheidung gebracht werden sollte und durch einen Beschluß des Paschas von der eignen Wahl des Mädchens abhängig gemacht wurde, war die Mutter sehr bemüht, das Gemüth ihrer Tochter für sich zu stimmen; sie ging Tags vorher zu dem Hause der Miß Cooper, wohin das Mädchen zu ihrer Sicherheit gebracht worden war, und rief laut: „Sultana! sage, meine Mutter, meine Mutter!" Das Mädchen lief ans Fenster und antwortete: „Nein, ich werde sagen: Abui, Abui! (mein Vater, mein Vater) denn dann wirst auch du zu meinem Vater zurückkehren." Das Mädchen hielt Wort; denn obschon die Mutter in den Gerichtshof hinein schrie: „Sage, Jmmi ' Jmmi!" (meine Mutter, meine Mutter,) so rief das Kind doch freudig und laut: „Abui, Abui!" und es wurde dann befohlen, daß es dem Vater als sein Eigenthum übergeben wurde. Darauf forderte!

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