Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 2 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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SS Daüd auch seine Frau und seine zweite Tochter zurück, und es wurde beschlossen, daß »verachtet er Christ geworden sei, er doch ein Recht habe, seine Frau und sein Kind zurück zu fordern." „Dies ist eine wichtige Entscheidung, wenn man bedenkt, daß viele nach Wahrheit suchende Israeliten zurückgeschreckt werden, sich für die Wahrheit zu entscheiden wegen des gefürchteten Verlustes von Weib und Kindern." Aus dieser kurzen Mittheilung geht wieder so recht deutlich hervor, mit welch großen, oft scheinbar unüberwindlichen Schwierigkeiten die Mission in Jerusalem zn kämpfen hat, aber auch, wie sie durch Gottes Gnade diese Schwierigkeiten doch nach und nach überwindet bis sie endlich den vollen Sieg errungen haben wird. Und dieser Sieg wird um so eher errungen werden, je inniger sich die gläubigen Christen zu ernsten, anhaltenden und gläubigen Gebeten für die Ausbreitung des Reiches Christi unter Israel mit einander vereinigen. Dieser Mittheilung fügt Herr Reichardt noch hinzu: „Am vergangenem Sonntage taufte ich das Töchterchen einer Proselyten-Familie. Auch hoffte ich, daß ich bald eine ganze Familie, dessen Häupter ich lange Zeit unterrichtet habe, ins Christenthum würde aufnehmen können; doch ist die Taufe fürs erste verschoben worden. Eine andere Familie wünscht auch christlichen Untericht zu haben, und ich habe mit dem Vater derselben verschiedene Gespräche im Hebräischen gehabt, der mit dem Neuen Testamente sehr gut bekannt ist, und der mir auch sehr klare Antworten über die Beschaffenheit des Heils in Christo gab. Auch besuchte ein angesehener Jude, der einen Laden hat, meinen Neffen, gab sich als einen an Christum Gläubigen zu erkennen und sprach den Wunsch aus, Christ zu werden."