Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 2 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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SS waren zugegen) und wir beide theilten unserer kleinen Reisegesellschaft und Herrn Tanus und seinem erwachsenen Sohne das heilige Abendmahl aus. Am Montage setzten wir unsere Reise nach dem Dorfe B akiah fort mit einem Führer zu Pferde, welcher uns auf einem weiteren, aber besseren und dennoch immer noch sehr schwierigen Wege dorthin führen sollte. Nachmittags gelangten wir unter einem heftigen Regenschauer dort an, und waren ftoh in einer neugebauten Oberstube des Hauses, welches dem Drustschen Scheik des Dorfes gehört, Schutz zu finden. Mehrere junge Juden, welche sich von den andem Bauerjünglingen nur durch ihre nw® (durch die Art und Weise, wie sie das Haar tragen) unterschieden, kamen bald zu uns. Von ihnen zogen wir Erkundigungen ein über die Zahl und Beschäftigung der dortigen Juden, und freuten uns zu hören, daß-sie reine Ackerbauer seien. Sie führten uns in ihre sehr ländliche Synagoge. Hier wurden wir sogleich von Juden^jeden Alters umgeben, mit denen wir uns frei sowohl im Hebräischen, wie im Arabischen unterhalten konnten. Bald kam auch der alte (pensionirte) Chasan (Kantor) an seinem Stabe zu mir herauf gewankt, ergriff meine Hand und fragte nach meinem Namen. Da ich seine Absicht kannte, mannte ich ihm meinen Namen „Johanan" (Johann) und fügte hinzu, daß wir keine Juden wären, aber den Worten Mosis und der Propheten, und an den Messias glaubten, von dem sie als einem bereits gekommenen reden. Gut, gut (212,212,) sagte er, und fuhr mit seinem 122V •>0 (seinem Gebete) fort. Dann fragte er auch Bruder Reichard und seinen Neffen nach dem Namen, und that dasselbe bei einem Jeden von uns. Nachdem wir uns lange mit ihm und den andern Juden in der Synagoge unterhalten hatten, machten uns die jungen Leute den Vorschlag, ims zu der Höhle des Rabbi Schimeon Bar Jochai zu führen. Wir nahmen den Vorschlag an, und fanden nahe beim Dorfe, oberhalb der wasserreichen Quelle, eine kleine, gerade nur zugängliche Höhle in dem steilen Felsen mit einem großen Charub- Baume an ihrer Oeffnung auf einer kleinen Terrasse vor derselben,