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Dibre Emeth · 1853-01-01 · 1 (1853) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
9 (1853)
Issue
1 (1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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14 Wirksamkeit in Egypten folgen, worin er dieser Juden ebenfalls gedenkt. Er schreibt unterm 17. August vor. Jahres: „Seit meinem letzten Schreiben habe ich vielfache Gelegenheit gehabt, Vielen von meinen Brüdern nach dem Fleische das Evangelium zu predigen, und ihnen diese frohe Botschaft auch durch Schriften und Traktate bekannt zu machen. Dieser Monat ist besonders bemerkenswerth wegen der Besuche, welche ich von vielen der reichen und einflußreicheren Juden erhielt, von denen die meisten keinen andern Zweck hatten, als zu hören, was-ich ihnen zu sagen habe. Ich glaube, cs ist ein heilsamer Sauerteig, welcher diese Klaffe von Juden in Gährung bringt. Viele von ihnen wünschten einige von unfern Schriften zu kaufen, und als ich sie fragte, warum sie dieselben zu lesen wünschten, antworteten sie, daß zu Ende des vorigen Monats bei einer geselligen Zusammenkunft in dem Hause eines Juden das Christenthum zum Gegenstände des Gesprächs gemacht wurde. Einer von den Juden fing an, dasselbe zu verspotten, aber ein anderer brachte ihn zum Schweigen, indem er sagte, daß er sich oft mit mir unterhalten, und ich ihm auch Reden von ausgezeichneten Juden in Amerika übersetzt habe; und dadurch, sowie durch reifliches Nachdenken sei er zu der Ueberzeugung gekommen, daß denkende Männer das.Christenthum nicht blos darum verachten dürfen, weil sie von ihrer Kindheit ün also gelehrt worden sind. Ferner, sagte er, daß es in Bezug auf die Geschichten von Jesu, wie sie von den Juden jetzt allgemein geglaubt würden, sehr wohl bekannt sei, daß die Rabbinen, welche seine Zeitgenossen waren, wenig oder keinen Glauben verdienen. Sie waren gottlose, ehrgeizige und selbstsüchtige Leute, wie wir dies aus einigen zerstreuten Winken im Talmud und im Midrasch, besonders aber aus den unparteiischen Nachrichten Josephus entnehmen können; ja, von solchen Menschen Widerspruch zu erfahren und verlästert zu werden, spricht selbst zu deutlich für die verleumdete Partei, und'um so mehr, da Jesus von ihnen verfolgt wurde, weil er sie wegen ihrer Heuchelei und Gottlosigkeit strafte. Obschon einige diese Rede bespöttelten, so machte sie doch auf Viele einen tiefen Eindruck, daher sie sich

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