Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 1 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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15 entschlossen, unsere Bücher zu lesen, und den Geschichten von Jesu, wie sie von den Rabbinen erzählt werden, nicht mehr länger blinden Glauben zu schenken." Wir können nicht umhin, auf die große Wichtigkeit eines solchen Entschlusses aufmerksam zu machen. Er ist von viel größerer Wichtigkeit, als man vielleicht glaubt: denn lesen die Juden erst die heilige Schrift ohne das Vorurtheil, daß ihre Rabbinen nicht irren konnten, so müssen sie dabei einen tiefen Eindruck empfangen, und wenn sie dann noch das Neue Testament ebenfalls ohne dieses Vorurtheil lesen, so müssen sie nothwendigerweise zu der Ueberzeugung kommen, daß Jesus der im Alten Testamente verheißene Messias ist, besonders in Ländern wie Egypten, wo sie noch wenig oder nichts von dem Unglauben der Christen wissen. Doch wir lassen Herrn Lauria weiter berichten. Er fährt fort: „Ich freute mich zu bemerken, daß sie mit Ausnahme von nur Wenigen, welche nicht wußten, was sie sagten, unfern Herrn nicht mehr „Jeschu" nannten, womit die Juden einen Fluch über unfern hochgelobten Herrn aussprechen, sondern „Jeschua", oder„Joschua", wie im Hebräischen sein Name eigentlich heißt. Sie kauften von mir 9 Bibeln, 7 Neue Testamente, 3 „Wahre Israeliten" im Hebräischen, einen im Französischen, und ich machte ihnen ein Geschenk von 5 Exemplaren des Evageliums Matthäi, einem „Wahren Israeliten," einer Liturgie und 28 Traktaten, welche Schriften dankbar angenommen wurden. Zwei Juden aus Jemen, einer von Sana, der andere von Aden, kamen zu mir nach Bibeln für ihre Landsleute. Ich habe mit ihnen verschiedene Unterredungen über Den gehabt, welcher in der Bibel als der alleinige Heiland der Welt gcoffenbart ist. Sie kauften von mir 1 KO Bibeln und 2V Pentateuche; für die armen Juden in Sana gab ich ihnen 10 Bibeln gratis, und schrieb in dieselben auf hebräisch: „Diese Bibeln werden den armen Juden in Usal (Sana) von Christen in England geschenkt, welche ihr Heil suchen und zu Gott beten, daß das Lesen dieses heiligen Buches ihnen dazu dienen möge, den Messias zu finden und zu sehen, welchen ihre Väter durchstochen haben, und an ihn zu glauben." Ich sandte ihnen