Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 1 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Verheißung der Schrift und darum unumstößlich, denn die Schrift kann nicht gebrochen werden. Jeder Christ kann auch das Seine dazu beitragen, daß Jftael zur Erkenntniß der Wahrheit gelangt und recht bald auf den Weg des Heils geführt wird, er darf ja nur das Werk der Mission unter diesem Volke unterstützen. Ja er kann selbst Hand an dieses Werk legen, wenn er sich nur der Mittel bedienen will, die ihm dazu geboten werden. Diese Mittel sind: freundlicher Umgang mit den Juden, Verbreitung von geeigneten Schriften unter ihnen, besonders des Neuen Testaments, verbunden mit herzlichen und brüderlichen Ermahnungen, nach der Wahrheit zu forschen. Zu den Schriften, welche sich zur Verbreitung unter Israel eignen, dürfen wir auch dies Blatt zählen. Es wird dasselbe, wie wir aus vielfacher Erfahrung wissen, von vielen Juden gern, und mit Nutzen und Segen gelesen — so hat sich erst neulich ein sehr gebildeter Rabbiner von jedem Jahrgange ein Eremplar ausgebeten. — Was die Juden darin aber besonders sehr interessirt und oft einen tiefen, ja gewaltigen Eindruck auf sie macht, das sind die Mittheilungen von den Anstrengungen unserer christlichen Brüder in England zu ihrer Bekehrung, so wie die Mittheilungen über die Zustände des Judenthums in den verschiedenen Ländern, besonders aber im Morgenlande. Mit großem Nutzen und. Segen lesen sie auch die polemischen Artikel gegen das neuere Judenthum. Ihre Begriffe vom Judenthume sowohl, wie vom Christenthume werden dadurch berichtigt, und sie selbst dem letzteren näher gebracht. Soll aber unser Blatt von den Juden gelesen werden und diesen und ähnlichen Segen unter ihnen stiften, so muß es ihnen in die Hände gegeben werden. Denn abgesehen davon, daß nur Wenige etwas von dem Bestehen desselben wissen, kann man von ihnen nicht erwarten, daß sie auf eigne Kosten ein Blatt halten, das sich von vom herein als gegen ihren Glauben gerichtet ankündigt — das wäre eine zu große Anforderung an sie, eine Anforderung, wie 'man sie sonst an Niemanden macht. — Niemand, weder Christ noch Heide, kommt von selbst zu Christo, dem Heilande der Welt, sondern er muß immer wieder und wieder dazu eingeladen