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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 10-12 (1852) · page 42

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
10-12 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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190 mich nur auf eine kurze Zeit, um ihre Läden zu schließen und kehrten dann sogleich zurück. Sie beklagten sich bitterlich über ihre Leiden und Unterdrückungen, und die Furchtsamkeit und der Schreck, die sich bei ihnen kund thaten, so oft sich ein Türke uns aufdrängte, überzeugten mich von der Unsicherheit sowohl ihres Lebens, als Eigenthums. Wie bei den Meisten ihres Volkes in Persien, haben Unglück und Tyrannei ihre harte und unbeugsame Halsstarrigkeit gebrochen und sie einigermaßen zur Aufnahme des Evangeliums vorbereitet. So nahmen meine Freunde in Amul jedes Wort, das ich zu ihnen redete, mit Offenheit und Aufrichtigkeit aüf. Sie verwunderten sich nur darüber, daß die Leiden Christi, welche im Alten Testamente so deutlich verzeichnet sind, so lange ein Stein des Anstoßes für die Bekehrung ihrer Brüder gewesen sein sollte. Sie gingen spät des Nachts nach Hause erfreut über das, was sie gehört hatten, und dankbar für die Bücher, welche ich ihnen gab. Den 16. April. — Mittags sagte ich meinen jüdischen Bekannten Lebewohl und setzte meine Reise weiter fort. Unser Weg führte uns durch einen Theil der berühmten hyrkanischen Wälder, wo Alles, was wir sahen, darauf berechnet war, das Auge auf sich zu ziehen und das Herz zu erfreuen. Bisweilen mußten wir durch dunkle schattige Alleen hindurchkriechen, die von dem Gesänge von Tausenden von Nachtigallen belebt wurden, und im nächsten Augenblicke befanden wir uns auf einem breiten Fleck Land vom frischesten Grün, von allen Seiten von bewachsenen Bergen umgeben, von denen in häufigen Zwischenräumen die malerisch schönen Bauerhäuser, oder die schmutzige Hütte eines Schäfers herabschimmerten. Als sich der Tag neigte, verließen wir diese prächtige Landschaft von Wäldern und Thälern (ein besonders interessanter Anblick in einem Lande, wo sowohl auf Bergen als auch auf Feldern ein Fluch zu ruhen scheint) und übernachteten in Höhlen, welche in Felsen gehauen waren und in diesem Theile von Masanderan häufig anzutreffen sind und den besten Schutz vor Wind und Regen gewähren. Die nächsten drei Tage hatten wir höchst ermüdende und gefährliche Reisen über Felsen und an Seiten entlang von den steilsten Abgründen, wo ein einziger falscher Tritt einen längst zerschmettert

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