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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 10-12 (1852) · page 35

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
10-12 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
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183 und bittrer Todesangst von Euch erpreßt wird. Entsaget daher den Jrrthümern, denen Ihr so lange und unbeugsam angehangen habt und Ihr könnt versichert sein, daß der, welcher für uns und zu unserm Heile den Weg der Armuth und Entbehrung, der Mühe und Arbeit und des Todes gegangen ist, Euch gnädiglich aufnehmen wird, denn sein Wort ist untrüglich, und er hat unwiderruflich erklärt: „Den, der zu mir kommt, will ich nicht Hinausstoßen." Thränen glänzten in Vieler Augen, und es herrschte die tiefste Feierlichkeit während ich sprach. Den 12. April. — Früh des Morgens füllten die Juden meine kleine Stube in der Karavanserei. Biele von ihnen hatten das Neue Testament gelesen und hatten sehr viele Fragen an mich zu richten. Der Mullah fragte mich, warum sie so lange von den Nachfolgem Jesu vernachläßigt worden wären, da das Evangelium doch gebiete, daß Christus unter allen Völkern gepredigt werden soll?*) Ich sagte ihm, daß der größte Theil der Welt noch in Finsterniß und Sünde läge, und gab ihnen eine kurze Nachricht von der Bekehrung mehrerer ihrer Brüder in Europa; und die Versuchungen und Schwierigkeiten, die Leiden und Verfolgungen, welche einige von diesen zu erdulden und zu überwinden gehabt haben, ergriff sie so tief, daß sie zu einander sagten: „Wahrlich, diese Religion muß göttlich sein, denn sonst könnten solche Erfolge nicht erzielt werden." Unser Gespräch wurde plötzlich von lautem Geschrei und Klagetönen unterbrochen, begleitet von den Ausrufungen: „Chacham, o Chacham!" Ich sah zu meiner Thür hinaus; und zu meinem Entsetzen sähe ich, daß gegen zwanzig Juden von mehreren Mahometanern mit Knitteln und Peitschen über den Hof gejagt wurden. Ich sprang sogleich hinaus, rief den Thorwächter und sagte ihm, daß ich ihn für jene Wütheriche verantwortlich mache, welche aus Uebermuth arme und unschädliche Personen so mißhandelten. Er, so wie mehrere andere Mahometaner waren ganz erstaunt über meine Einmischung in ihre Angelegenheiten mit den Juden, und versicherten *) Mochten doch diese Frage alle Gegner der Mission unter den Inden z» Heizen nehmen und darin erwägen! 13*

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