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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 10-12 (1852) · page 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
10-12 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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182 (Ungelehrte) und kaum besser als das Vieh." Ich fragte ihn, ob er denn glaube,' daß der Ununterrichtete zu nichts Anderem tauge, als dazu, im Laster sich hervor zu thun, und im Schooße der Sünde aufzuwachsen. „Ja, antwortete er, denn Gott duldet den Amharez (Ungelehrten) nur, damit er durch die Verdienste der Gerechten selig werden möge." Ich führte ihm zu Gemüthe, daß solche Lehren mit dem Worte Gottes unverträglich wären, das uns sagt, daß ein Jeder um seiner Sünden willen sterben soll. „Gleich den Meisten Ihres Glaubens, erwiederte er, nähren auch Sie die Leichtgläubigkeit, daß die Bibel Alles enthalten müsse." Ich sagte ihm, daß dies meine feste Ueberzeugung sei, und so lange er mich nicht überführen könne, daß die schwärmerischen Erzählungen und die abgeschmackten Lehren des Talmuds geeigneter seien, als die Bibel, das Gemüth zu überzeugen, das Herz zu ändern und die Seele in Anbetung zu Gott zu erheben, so wird meine Verehrung für die heilige Schrift niemals geringer werden. Die Juden fragten nun, ob das Neue Testament Nichts enthalte, wogegen etwas eingewandt werden könne? Ich erinnerte sie an das, was ich den Tag vorher gesagt und zu ihnen geredet hatte, nämlich, daß die Lehren des Evangeliums die Mosis und der Propheten seien, und daß Niemand die einen bekämpfen könne, ohne auch zugleich die andern anzugreifen. Sie baten mich, ihnen zu zeigen, wie das Alte und Neue Testament so genau miteinander verbunden sei. Ich willfahrte gern diesem Wunsche und war eine lange Zeit damit beschäftigt, ihnen verschiedene Weissagungen zu erklären, welche ihre endliche und herrliche Erfüllung in der Person unsers hochgelobten Heilandes fanden. Der Chacham war besorgt, den Eindruck, welchen meine Worte gemacht hatten, zu schwächen. Aber es war augenscheinlich, daß ihre Herzen ergriffen waren, denn mehrere sagten ganz laut: „Hier ist der sichtbare Beweis unserer Schuld und die begründete Ursache unsers Elendes." „Ja, sagte ich, Euer Erbtheil ist nicht umsonst von dem Feinde geraubt, und Euer Land von den Ungläubigen zertreten worden; Ihr seid nicht umsonst vertrieben und Sklaven Eurer Unterdrücker, — daß Euer Gut entweder mit Gewalt von Euch genommen, oder unter Seufzern

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