Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 10-12 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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181 dazu beitrügen, ihre früh eingesogenen Voruriheile zu entfernen, unv sie zu Christo, dem einzigen Heiland der Welt zu führen, so würde ich mich für hinreichend belohnt erachten für alle Beschwerden und Entbehrungen der Reise. Mullah Ibrahim und Andere versicherten mich ihres großen Interesses an den Lehren, des Evangeliums und sagten mit vieler Auftichtigkeit und großem Nachdruck: „Sie können es für gewiß annehmen, daß das, was Sie uns sagen, von uns nicht sobald vergessen, sondern in unserm Herzen fiir viele, viele künftige Jahre aufbewahrt bleiben wird." Ich sprach wenigstens zwei Stunden mit ihnen, aber keiner verließ seinen Platz, auch wurde denen, die Neu hinzukamen, nicht gestattet, eine Unterbrechung zu veranlassen. Sie hingen alle an meinen Lippen gleich denen, welche fühlen, daß von den Worten, welche ich aussprach, Leben und Tod abhängig sei. Der Mullah hielt es für seine Pflicht, einige Einwendungen gegen die Lehre von der Dreieinigkeit zu machen. Ich verwies ihn auf diejenigen Stellen des Alten Testaments, welche den geheimnißvollen Gegenstand erklären, und er schien ganz befriedigt, daß ich recht hätte. Ich vertheilte verschiedene Traktate, und viele versprachen mir, mich zu besuchen, um Bücher zu bekommen und noch mit mir zu sprechen. Ich verweilte bis nahe in die Nacht hinein in dem Judenviertel. Den 11. April. — Ich besuchte Chacham Rachmim, einen Rabbiner aus Hebron, welcher hier ist, um von den armen und unglücklichen Juden für ihre hülflosen Brüder im heiligen Lande Almosen zu erpressen. Er genoß gerade sein Mittagsschläfchen und war sehr unzufrieden, daß ich ihn in seiner Ruhe störte; aber meine sehr ergebene Entschuldigung beruhigte ihn wieder. Wie diese reisenden Rabbiner alle, war auch er aufgeblasen von Stolz, Eitelkeit und Anmaßung, und ohne auch nur jm Geringsten die Gefühle derer zu achten, die er bereit war, des letzten Pfennigs zu berauben, sagte er in Gegenwart einer großen Menge Juden, welche mir gefolgt waren, um mein Gespräch mit diesem Helden in rabbinischer Gelehrsamkeit mit anzuhören, mit der größten Verachtung: „Sie hätten es vermeiden können, an diesen abscheulichen Ort zu kommen, denn all die Juden, welche Sie vor sich sehen, sind Amharazim 13