Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 10-12 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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176 liebe Christum »nd will seine Offenbarung." Solcher Anforderung kounte ich nicht länger widerstehen, und so machte ich eins von den Palleten auf, womit ich über eine halbe Stunde zu thun hatte, und gab ihm dann ein Evangelium, und ich bekenne, daß nie ein Geschenk dankbarer anerkannt worden ist. Er fiel wirklich nieder zu meinen Füßen, und küßte abwechselnd das Buch und meine Stiefeln, selbst beim Weggehen drückte er den kleinen Schatz an sein Herz und segnete mit gen Himmel gerichteten Augen den Geber dieser kostbaren Gabe. Ich erzählte den Umstand Mullah N., welcher mir sagte, daß er den Mann kenne, und daß er sowohl gesunden Gemüths als auch mit der Bibel wohl bekannt sei. Am SS. versammelten sich die Juden wieder und hörten noch einmal die Wahrheiten, welche die beiden letzten Tage unsere Zeit und Aufmerksamkeit beschäftigt hatten. Sie hörten alle ehrerbietig zu, während ich ausführlich über die Heiligkeit des Evangeliums sprach, über die Liebe und Dankbarkeit, die es gewährt, und über den Frieden und die Seligkeit, die es uns zu geben bezweckt. Während ich sprach, herrschte die größte Feierlichkeit und ich zweifle nicht, daß meine Bemühungen am hiesigen Orte unter Gottes Segen zu seiner Ehre und zum Heile unsterblicher Seelen gereichen werden. Zu Mittage reiste ich ab, begleitet von den Segenswünschen und Gebeten vieler, in derer Herzen die Worte des Lebens und der Wahrheit eine Stätte geftmden hatten. Wir mußten durch eine ebene Gegend reisen, und da ich gern vorwärts wollte, so machten wir lange Tagereisen und am Morgen des 24. befanden wir uns in der halb verfallenen Stadt Kum. Hier fand ich eine große Anzahl Juden aus Kaschan und Teheran, und unter andern auch Hakim, oder vr. Aaron, für den ich einen Brief von seinem Sohne Mullah Nehurai hatte. Ich sandte meinen Bedienten, ihm denselben zu übergeben, und als er hörte, wer der Ueberbringer sei, so eilte er zu mir ohne ihn zu lesen. Wir blieben zwei Stunden zusammen, während welcher Zeit wir uns von den göttlichen Wahrheiten unterhielten. Der Doctor erkannte in Gegenwart mehrerer Juden, welche dazu gekommen waren, an, daß die christliche Darstellung des Heils durch einen gött-