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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 10-12 (1852) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
10-12 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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174 Rabbi, gerade die Wahrheiten, welche Sie gotteslästerlich nennen, find doch in der Bibel enthalten, und werden von Ihren Lehrern und Erklärern des Gesetzes sestgehalten; denn hören Sie, was in Echa Rabathi (Lam. 1—K) steht: „Was ist der Name des Mesfias? Rabbi Abah antwortete: „Jehovah ist sein Name, wie es heißt: Und er soll Herr unsere Gerechtigkeit genannt werden." Hier haben Sie die Wahrheit der Bibel mit rabbinischer Erklärung, so daß Sie entweder die Richtigkeit beider leugnen, oder die Gottheit des Messias zugeben müssen. Er wurde verlegen und verwirrt, und als ich fortfuhr noch andere Stellen zur Erhärtung unsers Glaubens anzuführen, bat er mich davon abzustehen, und fragte mich höflich, wie wir die Nichterfüllung aller prophetischen Weissagungen mit der Ankunft des Messias in Einklang brächten. Ich machte ihn darauf aufmerksam, daß die Schrift eine zwiefache Ankunft des Messias verheiße. „O! unterbrach er mich, diese schönen Unterschiede, welche Sie von einigen dunklen Theilen der Bibel herzuleiten suchen, verschwinden vor dem Gelehrten und wissenschaftlich Gebildeten in der Luft." Als ich ihn aber bat, mir seine eigene Erklärung über diese Stellen zu geben, verwirrte und verwickelte er sich so, daß er zu gleicher Zeit behauptete, daß der Messias im Paradiese, und doch noch nicht geboren sei, und wiederum, daß er für die Sünden Israels geplagt, und doch wieder ein unwiderstehlicher Sieger wäre. Ueberhaupt waren die Jrrthümer und Abgeschmacktheiten dieses Rabbi so klar, daß ihn seine eigenen Freunde dringend baten zu schweigen, da er gewiß Unrecht habe. Er forderte mich freundlich zu einem brieflichen Streite auf, worauf ich bereitwillig cinging mit der Bedingung, daß sowohl seine Einwürse als auch meine Widerlegungen öffentlich in der Synagoge vorgelesen würden. Die Mullahs gaben alle diesem Vorschläge ihre Zustimmung, und ich hoffe, daß so der Funke der Wahrheit, welcher durch die Vorsehung hier angezündet worden ist, während meiner Abwesenheit zu einer herrlichen Flamme angefacht werden wird. Mullah N. war über diesen Vorschlag sehr erfreut und flüsterte mir ins Ohr: „Ich werde ihn zwingen sein Versprechen zu halten." Am Abend ersuchten mich meine Freunde von den Nachfolgern

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