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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 10-12 (1852) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
10-12 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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173 unserer Miffethat willen verwundet, und um unserer Sünde willen zerschlagen." Ohne Ausnahme gaben sie die Richtigkeit zu, solche Stellen auf den Messias anzuwenden, und viele schienen sehr erstaunt darüber, daß Jesus ungeachtet aller seiner Wunder und des Zeugnisses der Schrift von dem Hohenrathe verworfen worden sein sollte. Mullah R. beruhigte sie über diesen Punkt, indem er auf das Betragen der Israeliten von ihrem Auszuge aus Egypten bis zur Zerstörung und Vernichtung ihres Staates hinwies, dagegen konnten sie Nichts einwenden, und so blieben sie einige Minuten im ernsten Nachdenken versunken. Des Abends spät zog ich mich zurück, erschöpft von dem vielen Sprechen und aus Mangel an Ruhe, da ich sechs Nächte hintereinander gereist war; zur selben Zeit aber konnte ich Gott nur loben und preisen für die mannigfachen Zeichen feiner Gnade; welche er auf meine geringe Arbeit gelegt hatte. Am nächsten Morgen fingen die Juden an, sich früh zu versammeln; viele baten um Schriften, und denen, welche Mullah N. als aufrichtige Forscher bezeichnete (und ihre Zahl war in der That nicht gering) schenkte ich sie, während die Andern eine Kleinigkeit dafür bezahlen mußten, um ihren Werth zu erhöhen. Ich sah auch alle Mullahs und unter ihnen den Oberrabbi, Chacham Mordachai, einen geschickten und bigotten Talmudisten und heftigen Gegner des Evangeliums. Er empfing mich mit scheinbarer Herzlichkeit, und indem er den Kopf schüttelte, sagte er in einem zurecht weisenden Tone zu mir: „Sie kommen unter uns gleich jenem Engel im Evangelio, um das Wasser zu bewegen, und wenn der Sturm am heftigsten ist, dann lassen Sie uns allein mit dem wüchenden Elemente kämpfen." Ich erinnerte ihn daran, daß der Engel, welcher das Wasser im Teiche Bethesda bewegte, einen heiligen und wohlthätigen Zweck im Auge hatte, und, fügte ich hinzu; wenn meine Botschaft von der Gnade denselben Zweck erreicht, so wird die geringe Angst und Zerknirschung des Herzens von dem Frieden und der vollkommnen Seligkeit, womit das Evangelium die Seele des Gläubigen erfüllt, bei weitem übertroffen. „Ich glaube, erwiederte er, Sie meinen diejenigen, welche die gotteslästerliche Lehre glauben, daß Christus Gott war." Ja,

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