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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 10-12 (1852) · page 21

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Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
10-12 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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169 dieses Buch und einige Bemerkungen über den „Wahren Israeliten" zusandte." Diese einfache Erzählung ist ein überzeugender Beweis, daß, wo nur immer das Evangelium gepredigt wird, und wäre eS unter einem Volke, das in fühlbarer Finsterniß versunken wäre, seine seligmachende Kraft auch das verehrteste Lehrsystem erschüttert, und neues Licht in die Gemüther der verlornen und betrogenen Volksmasse bringt. Zwei von den Mullahs erkannten^ selbst an, daß die Schrift „Chisuck Emunah" eben sowohl gegen den RabbinismuS, als gegen das Ehristenthum sei, und denen, welche den „Sohar" und andere alte Commentare studiren, worin viel evangelische Wahrheit mit rabbinischen Einfällen und Grillen vermischt ist, muß es sogleich klar werden, daß der Verfasser dieser Streitschrift von bitterem Zorn und wüthendem Haß gegen die Bekenner des gekreuzigten Heilandes geleitet wurde. Viele von den Juden blieben den größten Theil des Tages bei mir, während welcher Zeit ich ihnen wie gewöhnlich die in Christo gevffenbarte Wahrheit verkündigte. März 10. — Mit Sonnenaufgang schon erhielt ich eine Ein!«-, düng von dem Oberrabbi, mit ihm zu frühstücken. Ich ging in Begleitung des Ueberbringers dieser Einladung zu dem Rabbi hin, wo ich sowohl von diesem selbst, als auch von andern Juden eine höchst freundliche und achtungsvolle Aufnahme fand. Während der Thee bereitet wurde (ein Getränk, womit sich die angesehenen Perser gewöhnlich des Morgens gütlich thun) handelte unser Gespräch von der Wahrheit des Christenthums. Des Rabbis Sohn, ein guter Talmudist, zeigte hin auf Matth. 5, 17 und rief triumphirend aus: „Nun, können Sie das hier Gesagte mit ihrer gegenwärtigen Praxis vereinigen?" Ich erinnerte ihn daran, daß Gott sich eines wohlthätigen Stufenganges bedient, um zu dem großen und endlichen Ziele zu gelangen. So verordnete er die Opfer von Thieren, um den Kindern Israel ihre Verderbtheit und Häßlichkeit zu zeigen, und sie dahin zu führen, daß sie von dem blutigen Opfer auf dem Altäre nach dem Hinschauen möchten, den sie bildlich als für Sünder gekreuzigt darstellten. Dann sandte er Propheten, welche drohen und warnen, und Hoffnung und Erlösung verkündigen

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