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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 10-12 (1852) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
10-12 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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156 Bischof ersucht, die Taufhandlung in der heiligen Sprache an ihm zu vollziehen, und sie in der Kürze der Versammlung im Englischen zu erklären. Dies geschah, wodurch das Interesse nur noch größer wurde. Es war in der That ein feierlicher Augenblick, als in unserer Kirche auf dem Berge Zion, mitten in einer zahlreichen Versammlung, ein alter, blinder aber gläubiger Israelit in die Gemeinschaft der Christen ausgenommen, und dabei die Taufformel für Erwachsene in der hebräischen Sprache, der Sprache Moses und der Propheten gelesen wurde, und man von unserm christlichen Bruder die Antworten so klar und deutlich, und mit so großer Inbrunst vernahm, daß es unzweifelhaft war, er fühle tief, was er sagte. In einem spätem Briefe berichtet dann auch Herr Prediger Reichardt noch die Taufe eines jungen Israeliten aus Rußland, der ftüher schon vom Herrn Prediger Ewald unterrichtet worden war. Dieser junge Mann wurde am Sonntage, den 25. April bei dem englischen Morgengottesdienste getauft. Wir theilen nun unfern Lesern das Tagebuch des Herrn Predigers Stern in seiner ganzen Länge mit, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil es uns mit den Gefahren und Mühen eines Missionars in jenen morgenländischen Gegenden bekannt macht, und uns einen Blick in die dortigen Zllstände unter Juden und Nicht- Juden hinein thun läßt. Herr Stern beabsichtigte erst Kurdistan zu besuchen; allein nach reiflicher Ueberlegung erschien ihm die Misfionsarbeit in Persien doch viel nöthiger und dringender. Er hatte in Bagdad öfters Gelegenheit mit Juden aus Hamadan und Teheran zusammen zu treffen, die mit weniger Ausnahme ein Verlangen nach Tractaten zeigten und mit dem Neuen Testamente wohl vertraut waren, das sie bei früheren Gelegenheiten erhalten hatten. Herr Stern hielt es daher für seine Pflicht, das in dieser Richtung bereits begonnene Werk fortzusetzen, ohnerachtet der großen Schwierigkeiten, die ihm entgegenstanden. Ueber seine Reise theilt er nun folgendes mit: „Die Anregung auf Reisen und der beständige Wechsel der

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