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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 10-12 (1852) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
10-12 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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135 zur Religion Israels, zur Religion Mosis? Oder hat irgend Jemand ein Recht, dieses oder jenes nach Belieben aufzuheben und für ungültig zu erklären, etwa weil er meint die Religion zu „klären" oder zu „verklären"? Doch wir wollen nicht weiter fragen und mit solchen Fragen dem Urtheile der Leser vorgreifen, sondern wollen das Urtheil einem Jeden selbst überlassen. — Misfionsnachrichte«. Die letzten Hefte des Jewish Intelligence enthalten recht interessante und erfreuliche Nachrichten von dem Arbeitsfelde der Mission unter Israel aus verschiedenen Gegenden der Welt. Wir wollen zunächst die Taufe eines Israeliten in Jerusalem, und dann den Bericht des Herrn Predigers Stern in Bagdad über eine Reise nach Persien mittheilen. Die Taufe des Israeliten in Jerusalem betreffend schreibt Herr Prediger Reichardt unterm IS. April also: Am Charfreitage Vormittags hatten wir den erfreulichen Anblick, einen alten Israeliten aus Algier an den Taufstein herantreten zu sehen. Er ist zwar leiblich blind, aber es hat dem Herrn gefallen, ihm das Auge des Geistes aufzuthun, daß er nun im Stande ist auf den Herrn Jesum hinzusehen als die Sonne der Gerechtigkeit, welcher mit Heilung auf seinen Flügeln auferstanden ist, und allein auf ihn und sein Verdienst zu sehen, um Heil zu erlangen. Als ich ihn prüfte, machte es mir große Freude, zu sehen, daß er mit der Hoffnung der Christen wohl vertraut war, und in der Schrift Alten und Neuen Testaments sich ganz zu Hause fühlt. Und als ich ihm meine Zufriedenheit über seine Antworten und über die Summe seiner christlichen Erkenntniß ausdrückte, und mich bereit erklärte, ihn durch die heilige Taufe in die christliche Kirche aufzunehmen, wurde der alte Mann von Freude überwältigt und ergriff meine Hände fast mit Entzücken. Da er jedoch weder mit der englischen noch mit der deutschen Sprache bekannt ist, aber vollkommen das Hebräische, die Sprache seiner Väter versteht, so wurde ich von dem

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