Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 9 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Juden zu befördern, oder der, welcherselbstisch „die Gnadenmittel und die Hoffnung der Herrlichkeit" sich aneignet, und überläßt den Juden sich selbst zum Verderben, wegen der Anstrengung/ die er für ihn machen sollte. Aber ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. Im Verlaufe unserer Gottesdienste bedienen wir uns der Worte: „O, Sohn Davids, erbarme dich unsrer. " Nun frage ich, warum bedienen wir uns dieser Worte? Wir bedienen uns derselben, weil wir glauben, daß sie wirksam sind, unfern Gebeten die Thür zum Himmel zu öffnen, weil wir wissen, daß sie ein Glied sind, welches die Erde mit dem Himmel vereiniget, das vereiniget den Thron der Gnade mit uns in unfern Gebeten. Das ist der Grund, warum wir uns dieser Worte bedienen. So ftage ich nun, wer ist das treueste und beständigste Glied unserer Kirche/ der, welcher von. Herzen zu Gott fleht, daß er ihn üm der Fürbitte des Sohnes Davids willen erhören wolle, und dabei thätig ist, daß sein Volk zu Theilnehmern der unschätzbaren Gnadenwohlthat gemacht werde, oder derjenige, welcher sich nicht um den Juden bekümmert, und sich weigert an unserer Gesellschaft Theil zu nehmen. Ich bin überzeugt, Ihr werdet Euch mit mir vereinigen zu sagen, daß derjenige, der sein Bestes thut, das Gebet in Ausübung zu bringen, der Kirche am getreusten ist. Es giebt nur Ein Prinzip/ nach welchem wir handeln können, und ich preise Gott, daß; diese Gesellschaft das Geheimniß gefunden hat; es ist das Prinzip der Liebe. Und hier sehen wir die Frucht davon, in allen Segnungen, welche aus den Arbeiten unserer Missionare entsprungen sind, in allen Euer» Bemühungen, ob daheim oder außerhalb. ' Das ist der Grundsatz/ nach welchem Gott mit Erfolg mit den Sündern handelt, und das ist der einzige Grundsatz, theure chrichlisten. Freunde, nach welchem, wir mit Erfolg mit Gottes altem Bundesvolke handeln können." - Hiermit schloß Herr Pym seine Rede, und der Antrag wurde genehmigt. Wir fügen nur die Frage hinzu: Gott hat nachseiner großen Gnade die Herzen unserer obersten Kirchenbehörde dahin gelenkt, daß ein Gebet für die Mission unter den Juden und Heiden, in das allgemeine Kirchengebet ausgenommen worden ist.: Wir beten also sonntäglich für die Juden, also viel öfterer-, als das in