Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 9 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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143 . „Als. ich im Lande umherreiste (in Angelegenheit der Gesellschaft) .war-ich betroffen^ daß es in der Kirche eine große Anzahl christlicher Prediger giebt, die das Werk des Herm mit Geschick und Eifer treiben, sich aber doch von dieser Anstalt fern halten, und sich weigern, sich mit uns zu verbinden. Ihr Beispiel ist ohne Zweifel von Einfluß, und . sehr Biele von ihren Gemeinden folgen ihrem Beispiele und weigern sich, uns ihre Hülfe in der Beförderung unsers Gegenstandes zu gewähren. Mag es mir erlaubt fein, solchen Personen eine Frage vorzulegen, wenn etwa einige hier zugegen sein sollten. Wer ist der Mann, der am treusten zu und am festesten an der Kirche hält, der, welcher sich mit dieser Gesellschaft verbindet, oder der, welcher sich von ihr entfernt hält? Wir wissen , daß in jedem Jahre, am Charfteitage, in unserem Gottesdienste dem Herrn ein Gebet dargebracht wird, in welchem wir ihn anflehen, sich aller Juden zu erbarmen, und alle Unwissenheit, die Härtigkeit des Herzens und die Verachtung seines Wortes von ihnen zu nehmen." Ich frage, wer ist der der Kirche getreueste Mann, der, welcher dies Gebet am Charfteitage zu Gott empor schickt, und dann nie wieder an die Juden denkt, bis ein anderer Charfreitag kommt, und. sich niemals bemüht, die rechten Mittel zu gebrauchen, dies Gebet in Ausübung, zu bringen, oder der, welcher dies Gebet am Charfteitage nicht , allein hersagt, sondern auch arbeitet, den Zweck dieser Bitte, zu erreichen, und für das Heil der verlornen Schafe aus dem Hause Israels wirkt? Ich bin gewiß, daß der gute Sinn dieser Versammlung , sogleich , eine Antwort auf diese Frage haben wird, und ich bin gewiß, daß sie richtig sein wird. Aber ich darf noch weiter gehen, -und noch eine andere Frage aufwerfen. In unserem Gottesdienste bringen wir Gott Dank dar für „die Gnadenmittel und für die Hoffnung der Herrlichkeit." Ich ftage diese Versammlung, wem sind wjr verpflichtet für „diese Gnadenmittel," und wem;für „dm Hoffnung der .Herrlichkeit?" Ihr werdet mir einstimmig antworten: den Juden. Wer ist dann, ftage ich, der der Kirche am meisten ergebene Mann, der, welcher sich seiner Schuld gegen die Juden für „die Gnadenmittel" und „für die Hoffnung der Herrlichkeit/' bewußt, auch thut, was er kann, um das ewige Heil des