Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1852-01-01 · 7-8 (1852) · page 21

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
7-8 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
99% known words query
IRI
…/2554541-2554635-2554641--01691-2557538
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

in jenigen auffordern, welche so ungerechter Weise Men, sollte» sie uns auch zum innigsten Danke bewegen dafür, daß wir so viele Ausnahmen finden im Vergleiche zudem, was sonst die vorherrschende, ja beinahe allgemeine Regel war, und daß die ausdauernden Anstrengungen unserer Missionare, während.sie an vielen Personen als ein direktes Gnadenmittel gesegnet worden sind, auch zu einem unverkennbaren Wechsel in den Gemüthern noch weil mehrerer geführt haben, welche, wenn sie auch noch mit viel Zweifel und Ungewißheit zu kämpfen haben, doch geneigt sind, geduldig zu Horen und aufrichtig nach der Wahrheit zu forschen, welche wir ihnen lehren. Die vermehrte Aufmerksamkeit, welche der heiligen Schrift geschenkt wird, ist nicht weniger ein Zeichen zum Guten. An einem Orte hat sich unter den Juden ein Verein zum Bibellesen gegründet. Dieser Verein ist im eigentlichen Sinne eine Bibelklasse, welche zwei Mal in der Woche zusammen kommt, um das Alte Testament zu lesen. Ihre Zusammenkünfte fangen mit einem Gebet an, in welchem die Stelle vorkommt: „Verleihe uns, o Gott, dein Licht, daß wir dein heiliges Wort verstehen mögen." Dabei werden christliche Kommentare gelesen, und christliche Bücher werden von den Mitgliedern des Vereins gelesen und geliehen, und die Meinungen werden frei ausgetauscht. Als der gelehrte und sehr geachtete Israelit, welcher diese Zusammenkünfte leitet, vor Kurzem von einem Missionar gefragt wurde: „Glauben Sie an die Gottheit Christi?" so antwortete er: „Ich verwerfe sie nicht, aber ich fühle mich bis jetzt noch nicht überzeugt davon. Ich begreife langsam, aber wenn ich erst in meiner Seele von einer Wahrheit überzeugt bin, dann halte ich sie auch hartnäckig fest. Merken Sie, fügte er mit Nachdruck hinzu, ich verwerfe nicht die Lchre<won der Gottheit Christi, und nie soll sich Jemand in meiner Gegenwart unterstehen, auch nur eine Sylbe gegen Christum auszusprechen, ohne dafür streng getadelt zu werden." Er fügte hinzu: „Ich Wie mich berufen, Ihnen den Weg zu bahnen. Gegenwärtig ist die große Menge der Juden eine todte Masse; diese tobte Masse muß belebt werden, damit sie höre. Sie wird und kann Sie nicht hören; sie wird aber mich hören. Es ist wahr, ich bin schwach, sehr schwach, ich kann nichts thun, aber ich

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.