Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 7-8 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2554541-2554635-2554641--01686-2557533- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
112 hebräische Bibel in dortiger Anstalt gedruckt und dadurch billiger hergestellt und dem Bedürfnisse genügt werden kann. Von den Missionaren in Warschau wurden in dem letzt verflossenen Jahre SS Israeliten in der christlichen Religion unterrichtet und 11 von ihnen getauft. Im Ganzen kamen in diesem Jahre 44 Taufen in Warschau vor. Seit dem Bestehen der Mission in Polen sind durch ihre Wirksamkeit 386 Juden zum Christenthume geführt und getauft worden, von denen gegenwärtig noch etwa 156 in Warschau und anderen Städten Polens leben, die andern aber sind entweder nach andern Ländern gezogen, oder haben dieses Pilgerleben mit der ewigen Heimath vertauscht. In Berlin erhielten 88 Juden kürzere oder längere Zeit Unterricht im christlichen Glauben, von. denen aber nur 11 getauft wurden. Eine bedeutende Anzahl mußte Berlin verlassen aus Mangel, den .nöthigen Lebensunterhalt dort zu finden, Andere zogen es vor, sich . anderwärts taufen zu lassen. Auf den übrigen Stationen hat es den Missionaren auch nicht an Arbeit gefehlt. Sie sind mit viel Juden in Berührung gekommen und haben oft Gelegenheit gehabt, zahlreichen Versammlungen das Evangelium zu predigen. Ihr Wort ist auch nicht vergebens gewesen, es ist in gar manches Israeliten Herz gefallen und hat Früchte getragen. Auf mehreren dieser Stationen sind auch Proselyten-Taufen vorgekommen, die wir aber wegen Mangel an Raum nicht alle anführen können. Um unfern Lesern jedoch einen allgemeinen Ueberblick von der Wirksamkeit der Gesellschaft und ihrem Erfolge zu geben, wollen wir noch den Beschluß des Berichtes folgen lassen. Er lautet also: „Indem das Comite den Bericht über das verflossene Jahr schließt, fühlt es, daß er hinreichende Beweise liefert, daß die Wichtigkeit des Werkes, welches jetzt unter den Juden vorbereitet wird, unmöglich überschätzt werden kann. Die einfache Thatsache, daß, obschon vor 48 Jahren so viel uns bekannt ist, kein einziger Prediger in der Kirche Englands war, der von dein Hause Israels abstammte, doch seit jener Zeit Sv Proselyten in dieser Kirche ordinirt worden find, derer nicht zu gedenken, die in andern Kirchen zum Predigtamt