Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 7-8 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Ul geistiger Hinsicht von Nutzen und Segen. Es wird täglich darin Gottesdienst in hebräischer-Sprache gehalten, wovon die Kranken Zeuge sind und so mit den Gebeten der christlichen Kirche bekannt werden. Außerdem liegt neben jedem Krankenbette ein Altes und Neues Testament, in denen jeder Kranke nach Belieben lesen kann, und es kommt nicht selten vor, daß wenn die Kranken das Hospital verlassen, sie diese Bücher so lieb gewonnen haben, daß sie um Erlaubniß bitten, dieselben mit sich nehmen zu dürfen. Auf diese Weise wird das heilige Wort Gottes Alten und Neuen Testaments auch durch das Hospital im heiligen Lande weit verbreitet. In Krakau erhielten während des Jahres 12 Israeliten Unterricht in der christlichen Religion. 5 von ihnen wurden dort getauft, Andere verließen Krakau, weil ihnen bei dem beabsichtigten Uebertritt zum Christenthume zu große Schwierigkeiten entgegentraten, und noch einige Andere traten zurück, weil sie gar keine Aussichten hatten, wie sie sich als Christen ernähren solltenda sie nach der Taufe von den Juden völlig,verstoßen werden würden. Die Zahl der in Krakau lebenden Proselyten beträgt jetzt 34; und seit dem Jahre 1887 sind in der dortigen evangelischen Kirche 55 Israeliten getauft worden. Die Zahl derer aber, die zur katholischen Kirche übergetreten sind, mag noch bedeutender sein. Von besonderer Wichtigkeit ist die Mission in Polen. Wie der Talmud in Deutschland sein Ansehen fast überall gänzlich verloren hat, so verliert er dasselbe auch unter der großen Zahl der in Polen lebenden Juden immer mehr und mehr. Was aber von besonderer Bedeutung ist, das ist der Umstand, daß jetzt auch Rußland der Verbreitung der heiligen Schrift unter Israel offen steht. Das heilige Wort Gottes ist in großer Zahl von Exemplaren weit verbreitet worden, und es würde in weit größerem Maße geschehen sein» wenn den Anforderungen hätte genügt werden können. Dies aber konnte darum nicht geschehen, weil es mit zu viel Schwierigkeiten, Umständen und Unkosten verbunden ist, die heilige Schrift gedruckt in Polen einzuführen. Diesen Uebelständen ist nun aber dadurch abgeholfen worden, daß das Comite in London der Proselyten-Anstalt in Warschau Stereotyp-Platten geschenkt hat, so daß von nun an die