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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 7-8 (1852) · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
7-8 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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102 wir nun, wie wir glauben, dargethan, daß die Ansicht unhaltbar ist, die Juden, welche unter uns wohnen, können, wenn sie wallen, Christum erkennen, so haben wir zugleich bewiesen , daß die Missionsarbeit an den unter uns lebenden Juden nöthig sei, sie muß getrieben werden von Männern, die ihre ganze Zeit und Kraft dieser Thätigkeit widmen. - ' Die zweite Ansicht, die als Entschuldigunsgrund unsrer geringen Theilnahme an der Misstonsarbeit unter den Juden angeführt wird, lautet: Die Zeit ist noch nicht da, in welcher die Juden zu Christo bekehrt werden sollen. Was berechtigt uns zu dieser Annahme? Man antwortet uns, die geringen Erfolge der Misstonsarbeit unter den Juden. Was nennen wir denn aber gering? Die geringe Zahl von Bekehrten aus dem Judenthum, nicht wahr? Das sollten wir aber denn doch nicht thun, schon deswegen nicht thun, weil wir nicht genau wissen, wie viel Juden durch die Missionsbestrebungen Unserer Tage veranlaßt worden sind, auf den Namen Jesu Christi sich taufen zu lassen. Bei einer kirchlichen Feier im verflossenen Jahre wurde gesagt, daß, soweit es bekannt geworden, in einer Reihe von Jahren, verhältnißmäßig mehr Juden zum Christenthum übergetreten seien, als Heiden in demselben Zeitraum. Ja, erwidert man, das wäre recht gut, wenn nur alle ProselyteN aus dem JudenthUm sich wirklich bekehrt hätten! Wie viele aber giebt es nicht unter ihnen, deren Herz das alte fleischlich gesinnte geblieben! Wir fragen , sind denn alle Heiden, die durch die Taufe der Gemeinde Christi einverleibt worden, wirklich bekehrt? Hören wir nicht oft genug die Missionare die bittersten Klagen führen über das Unkraut in den gepflanzten Christengemeinden! Könnten wir diese aus eigener Anschauung kennen lernen, wir würden manchen lieblichen Zug indem Wilde vermissen, das wir uns von ihnen aus den Nachrichten über sie entworfen haben. Damit wir uns aber in unserer Theilnahme an der Heidenmission durch solche Bemerkung nicht entmUthigen lassen, so erinnern wir daran, daß es ja unter uns nicht besser ist. Ist denn nicht unter denen, welche glauben an den Namen des Sohnes -Gottes, so Mancher, der zwar den Schein eines gottseligen Wesens

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