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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 6 (1852) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
6 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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94 gesandt wurden, Tausenden das Leben gekostet hätten. Ich protestirte vergebens dagegen, -daß meine Bücher von solcher Beschaffenheit Wären, und versicherte ihm, daß ich nur die Bibel hätte. Auch erbot ich mich, ihm die Bücher zur Durchsicht zu übergeben; allein er bestand darauf, daß die Bücher nicht verkauft werden dürften, und ich mußte ihm versprechen, nach seinem Befehle zu handeln. Er traute jedoch meinem Worte nicht, und beorderte daher einen Soldaten, um darüber zu wachen, daß kein Buch aus meiner Stube genommen würde. Dies dauerte die ganze Zeit während meines Aufenthalts in Philippolis; und die Soldaten wurden regelmäßig jeden Morgen und Abend abgewechselt. Ich muß noch hinzufügen, daß bei meiner Zusammenkunft mit dem Pascha ein Grieche zugegen war, welcher, dem Satan gleich, zu meiner Rechten war und mir widerstand. Er sprach schlecht von unfern Büchern, und versicherte dem Pascha, daß er gesehen habe, wie sie in Beirut den Flammen übergeben worden seien, wandte sich aber dann noch mit der größten Frechheit an mich, mit dem Anerbieten, mein Dolmetscher zu sein. . Am folgenden Tage besuchte Herr Goldberg zuerst den Rabbi , den er nicht unbekannt mit der Mission fand. Er hatte von der protestantischen Kirche und dem Hospitale in Jerusalem gehört und erinnerte sich noch der Missionare, welche vor einigen Jahren diesen Ort besucht hatten. Als er aber anfing, mit ihm über verschiedene Lehren des Christenthums zu sprechen, erwiderte er: „Das sind alte Fragen, und es giebt auch alte Antworten." Es wurde ihm einfach darauf entgegnet, daß es nicht darauf ankäme, ob die Frage alt oder neu sei, sondern darauf, ob die Sache wahr sei. Im weiteren Gespräche berief er sich auf die Aussprüche der Weisen im Talmud, als von Gott, da er aber Beweise dafür aus der Bibel geben sollte, sprang er auf einmal von dem Gegenstände ab, und griff die Lehre von der Dreieinigkeit an. Diese wurde ihm nun als -Lehre der Schrift nachgewiesen. Dann besuchte Herr Go ldberg die drei jüdischen Schulen. In einer derselben waren die Kinder ganz erstaunt über seine europäische Kleidung und Msterten einander zu: Gewißer kan» kein Judesein." Herr Gold berg ergriff diese Gelegenheit den Kindern zu sagen, daß die Religion nicht in äußjerlichen Dingen

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