Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 6 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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95! heWt> sondern in der Gesinnung des Herzens, worauf der Herr auch allein steht. Als Herr Goldberg nach Haufe kam, wollte sein Führer sich die Bücher ansehen, wurde aber von der Wache zurückgetrieben. Unter solchen Umständen beschloß Herr Goldberg Philippolis zu verlafsen/Wd seine Reise weiter fortzusetzen, aber auch hier wurden ihm - wieder Hindernissein den Weg gelegt. In seinem Tagebuche vom A November schreibt er : 2 y Abermals an; der Vollbringung meiner Arbeit verhindert, entschloß ich nnch 'an einen andern Ort zu fliehen.. Ich sandte daher , nach - meinen Papieren, allein ihre Rückgabe wurdemir verweigert, und der Soldat, der mich bewachte, sagte mir, daß man mir nicht erlauben würde, diesen Ort zu verlassen. Ich theilte dies dem englischen Viee-Consul mit, der sich meiner freundlich annahm, selbst zum Pascha hinging, und ihm die Sache in ihrem wahren Lichte darstellte. Späterwurde auch ich gerufen, und jß$t war Alles ganz anders, Und man hörte nichts, als eitle Complimente und leere Entschuldigungen. Als ich mich über die Beleidigung beklagte, daß man einen Soldaten-vor-meine,Thür gestellt habe, wurde mir erwidert, daß man damit beabsichtigt, mir eine Ehrenwache zu geben. Durch diese Plackereien wurde die Abreise des Herrn Goldberg verzögert, so daß, er erst am folgenden Tage mit Sonnenuntergang Hasgui, das nächste Ziel seiner Reise, erreichen konnte. Ueber seine Begebnisse daselbst wollen wir ihn jedoch wieder selbst reden lassen. Er erzählt: - , Ehe die Maulthiere von ihrer Last befreit wurden, ging ich in den Khan (Gasthof), um zu sehen, was für ein Ort es sei. Aletich fand, daß nur eine finstere Stube zu haben sei, befahl ich dem Führer nach dem nächsten Khan zu gehen, der nur wenige Schritte entfernt war. Als er im Begriff war, dies zu thun, kamen zwei rohe Albanier und sagten: „Nein, Sie müssen hier bleiben." Da ich nicht gewohnt bin > mich zwingen zu lassen, in welchem Gasthofe ich bleiben soll, so erwiderte ich: „Was haben Sie mit meiner Wohnung zu thun, ich werde bleiben, wo ich will." Dies sagend ergriff ich eins der Pferde und wollte es zu dem nächsten Khan sichren; aber die Soldaten kamen