Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 6 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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91 sonst etwa schwierigen Verhältnisse in der gütigen Vorsehung GotteS gestaltet hat, kann hier nicht näher erörtert, sondernnur dankbar erwähnt werden. Nun bleibt nur noch eine fernere Beziehung und Folge des Bisthums kurz zu erwähnen, nämlich die Einwirkung desselben auf die alten morgenländischen Kirchen. Anfangs war die Hoffnung, dieses könne mittelst der Geistlichen derselben geschehen. Der Versuchmißlang, weil selbige unserem ersten Bischof nicht so darin entgegen kamen, wie wohl zu erwarten wäre. Seitdem hat es daher unserm jetzigen Bischof frei gestellt werden können , dem darnach verlangenden Volke selbst helfend entgegen zu kommen, zunächst durch Eröffnung von evangelischen Schulen, sodann auch durch Anstellung zuerst von Bibellesern, dann auch von evangelischen Geistlichen oder Missions- Predigern, wie denn schon geschehen ist zu Nablus, Nazareth, Ramallah rc. So bedarf es jetzt nur der Mittel und der Männer, um dieses neue Feld recht besetzen und bearbeiten zu können. Dazu bietet die englische „kirchliche Missionsgesellschaft" durch die Wiederaufnahme ihrer früheren Missionsversuche im heiligen Lande hülfreiche Hand. Sie hat schon einen jungen deutschen Geistlichen dem Bischof zu diesem Behufe zur Verfügung gestellt, den er in Nazareth angestellt hat, während ein anderer deutscher Nichttheologe in Jemsalem angestellt ist, um dort und von dort aus die äußeren Angelegenheiten ihrer Mission überhaupt unter Aufsicht des Bischofs zu leiten. Mittlerweile hatte sich schon zufolge der gesegneten Wirksamkeit amerikanischer Missionare zu Constantinopel und mittelst der erfolgreichen Verwendung des ausgezeichneten Sir Stratford bei der hohen Pforte für die nun anbrechende Reformationsregung der offene und freie Weg angebahnt, auf welchem sich nun überall evangelische Gemeinden aus eingebornen Christen frei bilden mid unter.den besonderen Schutz einer eigens dazu angestellten türkischen Behörde stellen können. — Ja, ich darf, und muß es zur Ehre Gottes.und zur Anspornung Seiner treuen Diener daselbst und daheim sagen: es fangen sich für den Sieg des Evangeliums im Mvrgenlande Aussichten an jtt eröffnen, die alles Erwarten übertreffen werden. Die Saat, die lange unter Thränen der Geduld ausgestreuet