Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 6 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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88 im- Herbst des Jahres 1845, starb unser erster so innig geliebter Bischof vr. Alexander, auf einer Visttationsreise in Egypten. Es war ihm nicht vergönnt, die Missionskirche auf Zion vollendet zu sehen. Mit dem Bau wurde fortgeschritten, und als im December 1846.unser zweiter Bischof, vr. Gobat, anlangta, war er schon bedeutend vorgerückt. Doch wurde „die Christuskirche auf Zion zu Jerusalem" erst im Herbst 1848 vollendet, und am 21. Januar (als am Tage des Einzugs des ersten Bischofs) 1849 feierlich eingeweihet und dem öffentlichen Gottesdienste eröffnet; sie steht jetzt auf dem Zions-Berge da als ein handgreifliches und bleibendes Zeugniß für die Reinheit und die.Einheit in Lehre und Leben, Wirken und Streben der evangelischen Kirchen Englands und Deutschlands. Mir ist es vergönnt, auf Antrag der ausgezeichneten Gönnerin der Mission zu Jerusalem, des jetzt seligen Fräuleins Cook in Cheltenham, welche die Kirche und das Pfarramt freigebig dotirt hat, der erste Pfarrer an derselben zu sein. Jetzt war auch schon die Anzahl der Gemeindeglieder, meistens aus daselbst bekehrten polnischen und spanischen Juden bestehend, bis auf 8v erwachsene Mitgliedergestiegen,unerachtet der besonderen Schwierigkeit, zu Jerusalem eine solche Gemeinde beisammen zu-halten wegen Mangel an Gewerben, Absatz und Handelsverkehr. Die erste errichtete Gewerbeschule hatte zwar schon einige Lehrlinge als Schreiner gebildet und auch das Verlangen nach europäischen Hausgeräthen und Einrichtungen bei den Einheimischen geweckt, und mithin Bestellungen der Art unserem Gewerbe verschafft; da dies über die Mission in ein wachsendes Handelsgeschäft würde verwickelt haben , und unsere eigenen Bedürfnisse der Art aufgehört hatten, so ließen wir die Anstalt eingehen, und mehrere der Zöglinge mußten sich anderswo ihr Brod suchen. Mittlerweile hatten einige andere Proselyten nach langem Harren und-vielen Versuchen ihre eigenen Handwerke, als Schuhmacher, Schneider, Uhrmacher rc., in Gang gebracht, und wir konnten nun, im Jahre 1848, die Gewerbeschule in veränderter Weife, in einem eigens dazu angekausten Hause (wieder mittelst der reichen Dotirung auch dieser Anstalt durch Fräulein Cook) einrichten, so nämlich, daß wir jetzt den Zöglingen nut Logis; Kost , Bekleidung und Unterricht im Hause geben, wäh-