Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 6 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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die Juden daselbst neue Kräfte. Ein zweiterMissionsprediger (Herr Ewald) wurde mir beigesellt. Ein Missionsarzt, Apotheker jc. begleiteten den Bischof, auch ein Caplan, der eine theologische Schule daselbst eröffnen sollte, um: junge Rabbiner, deren einige schon für die Mission gewonnen waren, als künftige: Missionare Dtt das Morgenland zu bilden. Der bestehende Gottesdienst wurde vermehrt und dem'Missionswerke zu Jerusalem selbst neuer Schwung gegeben, wie auch der Sache überhaupt in Europa. Die bisher kleine Gemeinde wurde durch mehrere Bekehrungen, darunter auch die der erwähnten jungen Rabbiner, noch in demselbigen Jahre bedeutend vermehrt. Später erst konnte das beabsichtigte hebräische Collegium auch wirklich eröffnet und mit 6 Studirenden angefangen werden, von denen jetzt einer als Missionsprediger in Cairo steht, ein anderer als Missionar in Salonicha (Theffalonich) gestanden hat, jetzt in Constantinopel, noch einer als Missionsgehülfe in Nazareths und einer als Verwalter der Gewerbeschule zu Jerusalem steht. Mittlerweile war auch das jetzt 40 Betten darbietende Missions- Hospital eingerichtet worden, und hatte schon den ersten Widerstand der Rabbiner durch seine wohlthätige Wirkung auf die jüdischen Patienten überwunden. Der Kirchenbau war nun schon im Gang. Der Grundbau, 40 Fuß tief auf den Felsen gelegt, war schon bis 5 Fuß über der Erde aufgeführt, als im Januar 1843 der damalige Pascha, unter Einfluß der römischen und griechischen Geistlichen daselbst, dem Bau Einhalt that, bis der noch immer erwartete Firman ihm vorgezeigt werden würde. Eine Gewerbeschule war auch schon angelegt worden, um außer der Ausführung der für die Mission und die Kirche erforderlichen Tischlerarbeiten, zugleich jungen Proselyten eine Beschäftigung zu geben. Im Herbst 1843 wurde ich wieder nach Constantinopel gesandt, um den Firman endlich zu Stande zu bringen, welches denn auch, nach einiger Verzögerung, veranlaßt durch die damals von den Großmächten Europas an die hohe Pforte gestellte Forderung, denen, die früher Christen gewesen und zum Islam übergegangen waren, die Rückkehr zum Christenthum frei zu stellen, mittelst des hochverdienten Mannes Sir Stratford Canning, erreicht wurde. Der Bau wurde jetzt fortgesetzt, Aber mittlerweile,