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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 4-5 (1852) · page 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
4-5 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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lich verkauft hätte, daß selbst einige von den Großen Exemplare gekauft hätten, daher es kein schlechtes oder verbotenes Buch sein könne. Sr. Ercellenz wollte jedoch auf diese Gründe nicht hören, und nach mancherlei Quälerei war ich sogar genöthigt, mein Wort zu verpfänden, daß ich keine Bibeln verkaufen werde. Am Nachmittage besuchte ich den Rabbi, und bat ihn, seinen Leuten zu erlauben, Bücher zu kaufen, was er auch that. Es kamen auch wirklich mehrere Juden nach Bibeln zu mir, und ich sandte zu dem Pascha, um die Erlaubniß zu erhalten, wenigstens an die Juden Bibeln verkaufen zu dürfen. Ich ließ ihn wissen, daß einige Juden solche Bücher zu haben wünschten, welche sie vorher schon in ihren Synagogen, Häusern und Schulen gehabt hätten, daß der Rabbi vollkommen davon überzeugt sei, daß es gute Bücher seien, und daß er seinen Leuten erlaubt hätte, sie zu kaufen, daher bäte ich um seine Erlaubniß in diesem einzelnen Falle, Bücher verkaufen zu dürfen. Seine Antwort war, daß in seinem Bezirke kein Buch irgend einer Art verkauft werden solle. Auch sandte er nach dem Rabbi, welcher, wie ich fürchte, harte Verweise erhalten haben wird dafür, daß er die Erlaubniß ertheilte, unsere Bibeln zu kaufen. Die armen Juden blieben so abermals ohne den Schatz der heiligen Schrift. Bei meinem früheren Aufenthalte wurden sie von ihrem eigenen Aberglauben verhindert, sich diesen Schatz zu kaufen, und nun, da sie willig dazu, ja selbst begierig darnach waren so zu thun, erlaubte es ihnen der Pascha nicht. *) Da auf diese Weise Herrn Goldberg in Sophia die Thür zu den Juden so gut wie verschlossen war, so setzte er seine Reise weiter fort, und ging nach Dubnitza. Hier begrüßte ihn der Rabbi mit den Worten Jan -|ra „gelobt sei, der da kommt." Dies gab sogleich Veranlassung, ihm Christum zu predigen, obschon der Rabbi *) Wie schrecklich ist es doch, die «»gebotene Gnade Gottes zn verachte», wen» auch ans Aberglanben! Möchte sich doch jeder Christ und Jude warnen lassen, das Wort Gottes nicht z» verachten, so lange er es haben kann, es kann bald die Zeit für einen jeden kommen, wo er fich nach diesem Brote des Lebens sehnt, wo es ihm aber vorenthalten wird, «nd er dann darbe» mnß.

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