Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 4-5 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Gottes brächte, das uns allein den rechten und einzigen Weg zum Himmel zeigt. Zugleich nahm ich die Bibel aus der Tasche, welche mit der Unterschrift des Rabbi versehen ist, was fie alle erfreute und bestiedigte. Nun fingen fie an zu ttinken und lustig zu werden, da es nämlich nun nrusty „der Tag der Gesetzesfreude" war, wo ste es für etwas Verdienstliches ansehen, lustig zu sein. Man kam überein, daß ich den Rabbi am folgenden Tage besuchen möchte, da er an diesem Tage herumgehe und Besuche mache. Daher kehrte ich in den Khan zurück, dankbar für die Gelegenheit, so viele Juden günstig für michgestimmt zuhaben, und das um so mehr,da derSohndesRabbi zugegen war, welcher seinem Vater günstig über uns berichten würde. Hatte-sich nun Herr Goldberg in dieser Weise den Weg zu den Juden gebahnt, so traten ihm von einer andern Seite Hindernisse in den Weg, von der er es nicht erwartet hatte, und mit denen er auch zum Theil noch auf seiner übrigen Reise zu kämpfen hatte. Doch wir wollen ihn auch hier selbst reden lassen. October L0. — Der Pascha, welcher gehört hatte, daß ich Bücher zum Verkaufe mitgebracht hätte, schickte nach meinem Begleiter und befahl ihm, darauf zu achten, daß kein einziges Buch verkauft werde, und drohte ihm zugleich, daß, wenn er seine Pflicht vernachläßigte, er ihn dann in Ketten zurückschicken würde. Da er dies jedoch nicht für hinreichend hielt, so schickte er überdies noch einen von seinen eigenen Leuten, darüber zu wachen, daß nichts verkauft werde, und befahl dem Hanjee, dasselbe zu thun. Dies alles wurde im Geheimen und mit großer Verschmitztheit gethan. Den erwähnten Männern wurde unter Androhung, fich des Pascha's Mißfallen zuzuziehen, verboten, irgend Jemanden etwas davon zu sagen, und dem Soldaten, den er zur Wache sandte, wurde befohlen, ohne seine Pistolen zu gehen, um nicht meine Aufmerksamkeit aus sich zu ziehen. Als jch nun heute mit einer Bibel in meiner Hand zum Rabbi gehen wollte, befahl mir ein Beamter in ziemlich rauhem Ton, ihm zum Pascha zu folgen. Als ich da ankam, wurde'mir gesagt, daß ich sehr unrecht thäte, schlechte Bücher zu verkaufen. Ich protestirte natürlich dagegen, daß die Bibel ein schlechtes Buch sei, und berief mich darauf, daß ich dieses Buch in vielen andern Paschaliks öffent-