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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 4-5 (1852) · page 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
4-5 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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vermied, sich in ein tieferes Gespräch einzulassen, ja geradezu erklärte, daß er nicht disputiren wolle. Ein jüdischer Lehrer bat Herrn Goldberg um einige jüdisch-spanische Neue Testamente, da die hebräischen, welche er ihm bei einem früheren Besuche zurückgelassen hatte, nur von sehr Wenigen verstanden würden. Ein junger Mann aus Carlova, einem kleinen Orte nahe am Balkan, bat ihn auch um einige solche Neue Testamente, um fie für seine Glaubensbrüder mit nach Hause zu nehmen. Beiden wurde die Bitte gewährt. Zuletzt kamen auch noch eine Anzahl Juden, um fich das Wort Gottes zu kaufen, und da die Synagoge abgebrannt und die Schriften mit verbrannt waren, so überließ Herr Goldberg dem Rabbi eine Anzahl Bibeln und Psalmen für die Synagoge um die Hälfte des bestimmten Preises, damit ein Jeder nach dortiger Sitte in der Synagoge das Wort Gottes lesen könne, wenn er Hunger und Durst darnach hat. In Dnbnitza trennten sich nun auch die beiden Misstonare. Herr Barsons trat seine Rückreise nach Saloniki an, und Herr Goldberg nahm seinen Weg nach Simacov. Von seiner Thätigkeit an diesem Orte schreibt er unter Anderm: October 86. — Ich besuchte den Rabbi, beide« ich zwei Juden fand, die ich in Dubnitza gesehen hatte. Der Rabbi begann darnach zu forschen, was doch der Grund sei , warum wir so emsig und eifrig wären, die Juden mit der Bibel zu versehen. Ich bemerkte ihm, daß das Alte Testament von dem Neuen zeugt, welches letztere Nachricht giebt, wie so manche von den alten Weissagungen erMt sei, und dann enthüllt es viel deutlicher den Heilsplan. Daher hoffe ich, daß Sie dadurch, daß Sie die Bibel lesen, zur Erkenntniß Christi gelangen und in ihm Ihren Heiland und Erlöser finden werden. „Seit Ihrem letzten Besuche," fuhr nun der Rabbi fort, „sind mehr als zwei Jahr verflossen, und wir sind noch dieselben Juden." Darauf erwiderte ich ihm: „Gott weiß am bestenZeit und Stunde, dieWahrheit in dem Herzen und Gewissen eines Menschen lebendig zu machen; aber unsere Pflicht ist es, nach Kräften und mit allem Fleiße sie mit Büchern zu versehen und sie die Wahrheit wissen zu lassen." (Schluß folgt.) Druck und Expedition von C. H. Storch und Comp, in Breslau:

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