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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 4-5 (1852) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
4-5 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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unserer Zeit ihnen so große Aufmerksamkeit schenk und ohne Zweifel auch zur richtigen Lösung gelangen wird; nach Gottes Vorsehung sollen sie gewiß zum Zeugniß dienen gegen den Unglauben. Sobald wir neue Aufschlüffe über sie erhalten, werden wir nicht verfehlen, sie auch unfern Lesern mitzutheilen. — Die Jirderr irr Mlgier. In Folge großer Anstrengungen während der Zeit, in welcher vergangenes Jahr die Cholera furchtbar wüthete, und wegen Krankheiten in der eigenen Familie, wurde der Misstonar Markheim endlich doch genöthigt, seine Station Oran auf eine Zeit lang zu verlassen und zu seiner und seiner Familie Erholung nach Frankreich zu gehen. Ende August gelangte er glücklich jn Marseille an, wo er bis zum 5. December verweilte, Und dann wieder auf seinen Posten nach Oran zurückkehrte. Auf seiner Rückreise besuchte er Algier, von wo aus er unterm 10. December über den Zustand der dortigen Juden Folgendes schreibt: Die hiesigen Juden befinden sich in einem ähnlichen Zustande wie die in Oran; nur habe ich leider in den wenigen Tagen meines hiesigen Aufenthalts die Erfahrung gemacht, daß sie, da Algier das Paris des französischen Afrikas ist, während sie in der Civilifation fortschreiten, und im vollsten Sinne des Wortes dem französischen Bürger gleichgestellt sind und Freiheit genießen, zugleich auch einen kalten Jndifferentismus gegen ihre Religion einsaugen, ja, was noch mehr zu beklagen ist, selbst auch jenen Unglauben, der unter ihren sogenannten christlichen Rachbarn so vorherrschend ist. Dessenungeachtet giebt es hier eine große Menge von den älteren jüdischen Einwohnern, welche noch ebenso strenge Anhänger an ihren religiösen Gebräuchen sind , und eben so fest an den Jrrthümern und Fabeln des Talmuds hängen, wie es der Fall war, ehe Algier eine französische Colönie wurde. Diese befürchten, daß sich das kommende Geschlecht auf dem verderblichen Wege, den ihre jüngeren Brüder betreten habe», wohl so ziemlich, wenn nicht ganz, die Gewohnheiten und Gebräuche rc. der Richtjuhen aneignen wird.

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