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Dibre Emeth · 1852-01-01 · 4-5 (1852) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
8 (1852)
Issue
4-5 (1852)
Date
1852-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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61 träger Schildkröten und Eidechsen der Wüste. Wie man die Sache immer betrachten mag, so charakterisirt ein besonderer Umstand (der um so merkwürdiger ist, weil er nicht erwartet werden konnte) das Ganze dieser Denkmäler, die wir bis jetzt in unser» Händen haben, nämlich der, daß kein einziger Text des Alten Testaments, keine einzige Stelle aus den fünf Büchern Moses unter ihnen gefunden wird. Dies ist so ganz gegen alle Erwartung, daß es in sich selbst keine geringe Bürgschaft gewährt für die Glaubwürdigkeit der Entzifferung. Denn irgend eine willkürliche Entzifferung israelitischer Denkmäler, würde gewiß von Citaten aus den stinf Büchern Moses übersiießen. Die wahrscheinlichste Erklärung des gänzlichen Mangels an Paralellen aus der Schrift und an Citaten muß gesucht, und wird geftmden werden in der Gleichzeitigkeit der sinaitischen Inschriften mit den fünf Büchern Moses; es sind Monumente, welche in ihrer Kürze und Rauhheit deutliche Spuren an sich tragen, daß sie Chroniken des Tages sind, von denen einige selbst vor den fünf Büchern Moses geschrieben worden sein mögen, und wahrscheinlich alle, bevor die wandernden Israeliten durch den Gebrauch mit dem heiligen Buche vertraut wurden." Daß den Israeliten in der Wüste die Kunst zu schreiben und in Steine zu hauen, nicht unbekannt war, erhellet klar und bestimmt aus S. Mos. 88, 15 — St, und daß sie während ihrer vierzigjährigen Wanderung in der Wüste mehr Zeit und Gelegenheit dazu hatten, diese Kunst zu pflegen, als irgend ein anderes Geschlecht oder Volk, kann von Niemanden geleugnet werden. Man wird bemerkt haben, daß zu Anfänge der meisten der mitgetheilten Inschriften das Wort „Volk" vorkommt. Dieses Wort, wie ein anderes, das am Ende jeder Inschrift steht, diente Herm Förster zum Schlüssel der Entzifferung. Er spricht sich darüber also aus: „Das erste von diesen Schlüsselworten wird in sehr verschiedenen Formen geschrieben, aber sowohl seine Stelle bei den Inschriften, als die große Anfangsform, sichert doch, unerachtet dieser Verschiedenheit, gegen die Möglichkeit, dasselbe mißzuverstehen. Ich las beim ersten Einblick in die von Herrn Gray gesammelten Inschriften, einfach aus der Gestalt ihrer Zeichenurtheilend, indem

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