Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 4-5 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Hierzu bemerkt Herr Förster: „Ich hatte mm vor mirwenigstens nach meiner Ueberzeugung, eine gleichzeitige Nachricht von dem zweiten Wunder im zweiten Buche Moses, das Murren der Israeliten zu Marah und das Verwandeln des bittern Wassers in süßes, während die Erwähnung von zwei Wasserquellen in. der zweiten Zeile deutlich das erneuerte Murren, oder das Oeffnen des Felsen zu Meribah, welches gleich darauf folgte, in sich schließt. Die bildlichen Inschriften am Sinai, welche das widerspenstige Israel unter dem Bilde eines stätigen Esels darstellen, erhalten das klarste Licht und die entschiedenste Bestätigung in dem Alten Testamente. Das Alte Testament nämlich vergleicht Israel Häufig mit einem Esel, und indem es dies thut, identificirt es die Zeichen und Bilder des wilden Esels auf den Felsen Sinais mit Israel in der Wüste. Die Worte des Gesanges Moses: Da er aber fett und satt ward, ward er geil (oder wie es nach dem Hebräischen heißt: Jeschurun ist satt geworden, und hat hinten ausgeschlagen), welche auf die Worte folgen: Er fand ihn in der Wüste, in der dürren Einöde, da es heulet—stimmen, wenn auch nicht in abfichtlicher Anspielung, so doch wenigstens in sehr merkwürdiger Weise mit diesen Zügen überein. Es ist daher unmöglich, daß irgend ein Bild geeigneter ist, das widerspenstige Israel darzustellen, oder unter welchem es von den gläubigen Israeliten besser bezeichnet werden konnte, als dasjenige, welches so häufig att den sinaitischen Felsen vorkommt, nämlich das Bild eines wilden Esels. Aber der Prophet Jeremias vergleicht Israel auch mit einer Kameelin , die in der Wüste wild umher läuft, und auch dies prophetische Bild wird in den stnaitischen Felsen eingegraben gefunden." Durch diesen Erfolg ermuthigt, verfolgte Herr Förster seinen Zweck Schritt für Schritt, und gelangte auch bei andern Inschriften zu ähnlichen Ergebnissen. „Alle Inschriften," sagt er, „welche in deutlichen Schriftzeichen vorhanden und darum leichter zu entziffern waren, bewiesen sich, wie die Inschriften, Marah betreffend, als gleichzeitige Nachrichten von'Israel in der Wüste." Unter andern im zweiten Buch Moses erzählten Ereignissen, auf deren Spur Herr Förster in diesen Inschriften geleitet wurde, ist auch der Durchgang durchs rothe Meer. Er findet Pharao zweimal mit Namen genannt,