Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 4-5 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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57 Schriftzeichen mustern, welche sich von allen andern, die bisher entdeckt worden sind, unterscheiden, und deren Dasein auf der finaitischen Halbinsel ein schwer zulösendes Problem ist." . Wie Herr Förster dahin gelangte, die Inschriften in der Weise, wie von ihm gesehen ist, zu entziffern, darüber spricht er sich also aus: „Es war im Sommer 1844, unmittelbar nach Veröffentlichung eines Anhangs zu einem frühern Werke über die hamiaritischen Inschriften, als ich zufällig von einem Freunde, der die Wüste Sinai besucht hatte, veranlaßt wurde, die verwandten sinaitischen Inschriften zum Gegenstände meiner Betrachtung zu machen, indem er mir Herrn Gray's Sammlung solcher Inschriften in die Hände gab. Beim ersten Anblick derselben wurde ich betroffen über die genaue Aehnlichkeit verschiedener Schriftzeichen derselben mit den Schriftzeichen des alten hamiaritischen Alphabets, das zu Hisn Ghorab entdeckt worden ist, und dessen Bedeutung durch die Entzifferung der Inschriften zu Hisn Ghorab feststeht." Durch diese Aehnlichkeit nun, sowie durch die Aehnlichkeit anderer Zeichen mit Egyptischen und andern Schristzeichen, wurde Herr Förster veranlaßt, einen Versuch zu machen, die sinaitischen Inschriften zu entziffern. Von diesem Versuche lassen wir nun hier einige Proben folgen, wie sie uns im Jewish Intelligence mitgetheilt worden. Hat Herr Förster richtig gelesen und übersetzt, dann kann kein Zweifel darüber obwalten, daß die Inschriften in der That ihren Ursprung von den Israeliten haben, und zwar aus der Zeit, als sie auf ihrem Zuge aus Egypten nach Kanaan 40 Jahre in der Wüste Sinai zubrachten. Es sind dann aber auch diese Inschriften ein schlagenderund unwiderleglicher Beweis für die Wahrheit des AltenTestaments, indem sie vollkommen mit diesem übereinftimmen. Die erste im Jewish Intelligence mitgetheilte Inschrift besteht aus fünf Zeilen und lautet folgender Maßen: „Das Volk trinkt mit herabgesenktem Munde (aus) den Wasserquellen. Das Volk schlägt aus (bei) den beiden Quellen wie ein Esel. Indem er mit dem Zweige eines Baumes den bittepn Brunnen schlägt, heilt er ihn,"