Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 4-5 (1852)
- Date
- 1852-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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86 bedeutender Größe, nämlich von zehn bis zwölf Fuß Höhe. Sie befinden sich in Gypsabdrücken zu Paris im Louvre, wo sie nun den Gelehrten zugänglich sind, und ihre Entzifferung von den Sachkundigen versucht werden kann. Um unseren Lesern einen Begriff zu geben von der schwierigen Aufgabe, die Herrn Lottin de Laval ertheilt wurde, und von der Mühe und Sorgfalt, mit welcher er sie zu lösen suchte, theilen wir hier Folgendes mit aus dem Bericht, welchen die akademische Gesellschaft zu Paris über seine Arbeiten giebt. Es heißt darin: „Eine Untersuchungsreise dieser Art, in einer brennend heißen, gänzlich unwirthbaren Gegend, war mit solcher Gefahr und Anstrengung verbunden, daß es den meisten Reisenden an Muth und Ausdauer gefehlt haben würde. Um Abdrücke von den Inschriften zu nehmen, die oft an Felsen von sehr beträchtlicher Höhe eingegraben sind, mußte Herr Lottin de Laval auf langen und unsicher» Leitern hinaufsteigen, wobei er jeden Augenblick in Gefahr war, von den Windstößen, welche aus den Schluchten hervorbrechen, herunter geschleudert zu werden, und war dabei den brennenden Sonnenstrahlen ausgesetzt, welche mit verdoppelter Hitze von den hohen Granit- oder Sandsteinfelsen zurückprallen. Zur Ausführung dieser Arbeit war in der That eine Ausdauer und ein Muth nöthig, wie nur wenige Menschen besitzen, daher diese Arbeit auch um so verdienstlicher ist. Aus dem Tagebuche des Herrn Lottin de Laval ergiebt sich, daß er bei seiner Ankunft in der kleinen Stadt Tor von Anstrengung und Ermüdung halb todt war, und an starkem Bluterbrechen litt." Weiter heißt es in dem Berichte: „Herr Lottin de Laval war im Stande, durch ein neues, von ihm selbst erfundenes Verfahren sehr genaue Abdrücke von den Inschriften zu nehmen, da seine Vorgänger nur mehr oder weniger unvollkommene Zeichnungen liefern konnten. Er drang auch bis zu den entferntesten Punkten der Halbinsel vor, und entdeckte viele neue Inschriften, welche kein Reisender vor ihm gesehen hat, so daß nach seiner Versicherung kein Punkt gelassen ist, der nicht in seinem Tagebuche verzeichnet wäre. Wir können daher mit unsern eigenen Augen hie ganze Reihe her sonderbaren